Showing posts with label Informationswissenschaft. Show all posts
Showing posts with label Informationswissenschaft. Show all posts

Monday, 12 August 2013

Grossartige Neuigkeiten!

Und wieder einmal steht eine Veränderung in meinem Leben an: ich habe eine neue Stelle und sage der Sprachschule und dem Lehrerberuf per 31. August Lebewohl! Neu werde ich ab 1. September bei e-lib.ch (www.e-lib.ch) arbeiten. Das ist die Elektronische Bibliothek Schweiz, ursprünglich ein Projekt vom Bund, das jedoch 2012 zu Ende ging und sich nun in einer strategischen Neuausrichtung befindet. Bei e-lib.ch geht es unter anderem darum, bibliothekarische Angebote zu digitalisieren und die Zusammenarbeit der Schweizer Hochschulbibliotheken zu stärken. Damit das Ganze nicht irgendwo im leeren Luftraum schwebt, ist es der ETH Bibliothek unterstellt (diese zahlt auch die Löhne aus).

Ich werde nun konkret auf der Koordinationsstelle von e-lib.ch arbeiten. Dies ist ein Team von zwei Personen (inklusive mir), das – wie der Name bereits sagt – eine koordinative Funktion zwischen den einzelnen Projekten einnimmt. Zudem werde ich die Webseite betreuen, am Jahresbericht arbeiten, an Sitzungen teilnehmen, mithelfen Weiterbildungen zu organisieren und sicher noch ein paar andere Dinge, von denen ich bisweilen noch nichts weiss :-)

Natürlich ist es auch etwas traurig, die Schule und das Unterrichten hinter mir zu lassen, macht es mir doch nach wie vor grossen Spass, Deutsch zu lehren und ich habe mich an der Schule auch äusserst wohl gefühlt. Aber längerfristig, im Besonderen in Kombination mit meinem Studium an der HTW, ist e-lib.ch natürlich perfekt! Der einzige Minuspunkt ist das klitzekleine Detail, dass die Stelle (und somit der Arbeitsvertrag) auf Ende Jahr begrenzt ist. Da es eine Projektstelle ist und sowohl 2013 als auch 2014 ein Übergangsjahr zu einer neuen Strategie sind, kann ein definitives Weiterführen der Stelle nicht garantiert werden. Aber generell ist man doch zuversichtlich, dass es in der einen und anderen Form weitergehen wird. Auf jeden Fall werde ich wertvolle Erfahrung sammeln können, neue Kontakte knüpfen und wer weiss, was sich daraus alles ergeben kann!


Ein Bild von meinem neuen Arbeitsplatz an der Weinbergstrasse in Zürich, Google Maps Streetview sei Dank :-)

Saturday, 25 May 2013

Wissen ist Macht! – Motiviert?

Dieses Semester habe ich an der HTW ein Wahlmodul "Kollaboratives Wissensmanagement" belegt. Hierzu ein paar zusammenfassende Worte: Wissen wird heutzutage als überlebenswichtige Ressource in Unternehmen angesehen und muss deshalb richtig bzw. gründlich produziert, gesammelt, bewahrt und bewertet werden können. Dazu braucht es eine entsprechende Unternehmenskultur, damit es für die Belegschaft selbstverständlich wird, ihr Wissen mit anderen zu teilen. Diese Kultur kann selbstverständlich nicht von heute auf morgen geändert/hervorgerufen werden. Was aber unterstützend eingesetzt werden kann, ist ein Wissensmanagement-Tool. Dies ist ein unternehmensweites Computerprogramm, das das Wissen sammelt. Mitarbeiter können dort alles festhalten, nach Information suchen und diese auch bewerten. Zudem können Foren oder Wikis den Austausch fördern.
Damit die Mitarbeiter auch motiviert sind und sich Zeit nehmen, ihr Wissen in einem Tool einzutragen und so mit anderen zu teilen oder auch an anderen wissensaustauschfördernden Massnahmen wie z.B. Workshops teilzunehmen, braucht es ein Anreizsystem. Dies können beispielsweise Punkte sein, die gesammelt und dann in Prämien umgetauscht werden können. Allerdings ist es nicht einfach, das richtige Anreizsystem zu finden, damit sich die Mitarbeitenden auch genug motiviert zum Mitmachen fühlen. Dies ist sogar bei Dilbert so, wie dieser Cartoon zu Anreizsystemen zeigt (hier geht es zwar nicht direkt um Wissensmanagement, ist aber trotzdem ganz witzig):




Und da ich schon von Unternehmenskultur und deren Veränderung schreiben, hier auch noch ein  passender Dilbert:



Friday, 22 March 2013

Was ist Information?

Frisch inspiriert von der isi habe ich gemerkt, dass ich an dieser Stelle noch gar nicht auf den neuen (von vielen (Fach-)Personen gelobten) Info-Clip zum Studium aufmerksam gemacht habe. Hier ist er also. Wer gut aufpasst, erkennt vielleicht eine Person, die ihr/ihm bekannt vorkommt ;-)

Interesse an einem Bachelor oder Master in Informationswissenschaft?

isi: Tag 3 und Heimreise


Heute war bereits der letzte Tag in Potsdam. Die Zeit ist (wie immer im Ausland) wahnsinnig schnell vergangen. Mein isi-Vormittagsprogramm sah so aus:

  • 9.00 Uhr: Session 9 "Metadaten". Nachdem ich mich gestern über das miserable Englisch beklagt habe, wurde für diese Session beschlossen, die Vorträge auf Deutsch zu halten (zugegeben, einen Zusammenhang gibt es hier wohl nicht). Aber siehe da: eine merkliche Qualitätsverbesserung! Die drei Beiträge waren sehr interessant und man konnte unvoreingenommen zuhören und sich auf den Inhalt konzentrieren, ohne ständig von der Aussprache irritiert zu sein. Ein schöner und positiver Abschluss – zum Glück!
  • 10.45 Uhr: Keynote 3 "Meaningful Information, Meaningful Lives: Principles of a Semantic Information Science". Gastredner Alan Shapiro hat gleich von Beginn weg gesagt, dass er Referate grundsätzlich nie so recht durchplane und er eigentlich nicht so recht wisse, was er jetzt dann sagen soll. Mit einem medienwissenschaftlich philosophischen Ansatz hat der Gute dann 60 Minuten lang über das Web, die Programmiersprache C++, die Semantik und ich weiss nicht was alles sinniert. Ziemlich abgefahren, folgen konnten wohl die wenigsten so recht. Oder vielleicht liegt es einfach nur daran, dass ich halt doch nicht so das grosse philosophische Denker-Genie bin. Was soll's – dies war der offizielle Abschluss der isi 2013 für mich.
Rückblickend lässt sich sagen, dass es sehr interessant war, mal einen Blick über die Grenzen des Churer Rheintals zu werfen und zu sehen, was so im deutschsprachigen Raum im Bezug auf die Informationswissenschaft passiert. Wenn auch die Referate qualitativ sehr heterogen waren und man nie so recht wusste, was einen eigentlich erwartete, habe ich nun doch einen Überblick, was so alles in der Informationswissenschaft machbar ist. Grundsätzlich lässt sich sagen (ich habe es vermutlich schon erwähnt, man kann es aber nie genug betonen), dass die klassischen Gebiete wie Bibliothek oder Archiv zunehmend an den Rand rücken und informationstechnische Themen (grundsätzlich alles, was sich online oder mit einem Computer machen lässt) die Zukunft sind. Da gehören Begriffe wie HTTP, CSS, JavaScript, C++, XML, Metadaten, PHP, MySQL etc. zum alltäglichen Vokabular (und die Kenntnis davon ist natürlich auch selbstverständlich).

Um den heutigen Tag abzurunden: wir haben noch gemütlich in Potsdam zu Mittag gegessen, haben uns dann wieder auf den rund zweistündigen Weg nach Berlin Tegel gemacht und sind um 17.10 Uhr abgeflogen. Gelandet sind wir pünktlich um 18.30 Uhr in der (für Potsdamer Verhältnisse) warmen Schweiz. Nun geht es morgen direkt weiter mit Vorlesungen (den heutigen Tag haben wir leider verpasst, aber die Veranstaltungen werden ja per Video übertragen und können auch nachträglich geschaut werden), neuer Motivation und einem frischen Blick auf die Materie.

Dies war sie also, meine persönliche isi 2013 Berichterstattung. Deborah sagt Tschüss!

isi: Impressionen


Nachdem ich nun schon viel von der isi in Potsdam berichtet habe, folgen hier noch ein paar Fotos von der Fachhochschule und ein bisschen Potsdam. Dadurch, dass das Wetter so richtig winterlich war, war ich leider nicht so sehr in Fotografier-Stimmung.


Haupteingang der Fachhochschule Potsdam

Eine von Potsdam's Kirchen, in der Nähe der Altstadt 

In Potsdam gibt es auch eine russische Kolonie mit niedlichen Holzhäusern

Verschneite Winterstrassen Mitte März

Das Nauener Tor, eines der Landmarken von Potsdam 

In Potsdam gibt es nicht nur eine Russische Kolonie, sondern auch ein holländisches Viertel (mit vielen kleinen Geschäften in den Untergeschossen)

Thursday, 21 March 2013

isi: Tag 2


Auch am verschneiten und kalten zweiten Tag der isi haben wir uns wieder ein bisschen weitergebildet. Das Tagesprogramm sah folgendermassen aus:

  • 10.30 Uhr: Gerhard Lustig Preis – Vorträge. An jeder isi wird der Gerhard Lustig Preis für die beste Masterarbeit der letzten zwei Jahre vergeben (die isi findet nur alle zwei Jahre statt). Jede Hochschule durfte zwei ihrer Arbeiten, bzw. Student/innen vorschlagen, sechs wurden dann nominiert. Diese sechs Preisanwärter/innen präsentierten ihre Arbeit und stellten sich den Fragen des Publikums. Im Folgenden bewertete eine Jury die Vorträge und entschied sich für einen Gewinner, der am Abend bekannt gegeben wurde. Was man als aussenstehende Beobachterin sagen kann ist, dass viele Themen (nicht nur die der Masterarbeiten sondern generell in der Informationswissenschaft) sehr technisch sind. Die klassischen Gebiete Bibliothek, Dokumentation und Archiv werden zunehmend an den Rand gedrängt und sind spätestens ab Masterniveau nicht mehr extrem relevant. Indes werden viele online Tools entwickelt, die z.B. die Internetsuche ("Retrieval" in der Fachsprache) erleichtern sollen, oder das wissenschaftliche Arbeiten mit elektronischen Dokumenten unterstützen. Programmierkenntnisse sind da ein Muss! Selbstverständlich wird alles wissenschaftlich unterlegt (also Forschungsfragen, Hypothesen, Methoden, Untersuchungsergebnisse, Fazit und Ausblick).
  • 12.30 Uhr: Mittagspause. Ereignislos und gleich wie gestern.
  • 13.30 Uhr: Session 6 "Digitale Bibliotheken und Portale". Da die isi international ist und total vermutlich nur drei (auf keinen Fall mehr als fünf) nicht deutschsprachige Teilnehmende da sind, werden die Vorträge grösstenteils auf Englisch vorgetragen. Oder etwas, das der englischen Sprache ähnelt. Auch heute wurde ich wieder (bitter) enttäuscht. Viele Präsentationen verlieren durch den Wechsel ins Englische ihren Reiz. Die Referenten müssen sich so sehr auf die Sprache an sich konzentrieren, dass sie extrem langweilig werden und sich in lebende Schlaftabletten verwandeln (wenn ich das so sagen darf). So profitiert man viel mehr, wenn man sich den Text im Buch durchliest und sich das (oftmals qualvolle) Absitzen im Hörsaal erspart. Ansonsten wartet man nämlich nur, bis der nächste Aussprachefehler geschieht (oder Grammatikfehler, von denen hab ich heute auch einige gehört). Da praktisch alle Teilnehmenden sowieso aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz (wir sind ja schliesslich mit 30 Teilnehmenden der HTW Chur die grösste Delegation) kommen, wäre es wohl klüger, die isi offiziell auf Deutsch abzuhalten. Zwar geht da der internationale Touch verloren, ist aber alle Mal besser, als sich durch die Sessions kämpfen zu müssen. Ich gebe natürlich zu, dass ich durch meinen Auslandaufenthalt etwas "bevorurteilt" bin (bzw. weiss, was gutes Englisch ist), aber auch andere Teilnehmende haben sich geärgert.
  • 15.30 Uhr: Kaffee-Pause und Sektempfang. Da in Kürze die 6. Auflage des Standardwerks der Informationswissenschaft erscheinen wird (die "orange Bibel", wie sie von Insidern genannt wird), gab der Verlag einen kleinen unauffälligen Apéro. Da sind wir natürlich geblieben, ist unser Studienleiter doch einer der Herausgeber. Das Buch gibt es leider noch nicht zu kaufen und ist mit über 100 Euro auch auf der teuer-kostspieligen Seite.
  • 19.30 Uhr: Festakt mit Preisverleihung. Eines der isi-Highlights fand heute Abend statt. Ein edles Abendessen im Kutschstall (Kutschen gab es keine mehr) inklusive Gerhard Lustig Preisverleihung. Leider hat die Kandidatin der HTW Chur den begehrten ersten Preis (500 Euro) nicht erhalten. Trotzdem war die Gesellschaft der anderen Teilnehmenden nett, das Essen fein und mit dezenter musikalischen live Unterhaltung wurde der Abend jazzig untermalt (Kontrabass & Saxophon).

Nun neigt sich mein Potsdam-Aufenthalt bereits dem Ende zu. Morgen Vormittag gibt's die letzten isi-Beiträge für uns und am Nachmittag fliegen wir mit Air Berlin zurück in die warme Schweiz :-) (glücklicherweise haben wir nicht Lufthansa gebucht!)


PS: Eigentlich hätte ich noch ein paar Fotos bereit, leider ist die Internetverbindung im Hotel nicht so der Hit. Um meine Nerven zu schonen, werde ich die Fotos von der Schweiz aus nachliefern. Also dran bleiben und wieder auf meinen Blog kommen!

isi: Tag 1


Der erste Tag der isi 2013 stand ganz unter dem Motto "Kopfmarathon". Es erwartete uns ein volles Programm. Meistens gibt es zwei Veranstaltungen zur gleichen Zeit, man entscheidet sich also für eine, kann zwischendurch aber auch problemlos wechseln:

  • 8.30 Uhr: Registrierung. Alle durften auf der Anmeldeliste unterschreiben (natürlich erst nach Vorweisen des Studentenausweises) und erhielten als Willkommensgeschenk eine blaue Stofftasche. Diese Tasche war aber nicht etwa leer, sondern gefüllt mit Infos zur isi und zu Potsdam (für diejenigen, denen es zu viel Informationswissenschaft wird), einem A5-Blöckli mit Kugelschreiber und Bleistift (schliesslich möchte frau sich ja ab und zu mal was notieren) und natürlich gab es auch ein dickes Buch, in dem alle Beiträge abgedruckt sind. So kann man sich auch direkt bei den jeweiligen Textstellen Notizen machen und wenn das Englisch der Referenten mal nicht ganz so gut verständlich ist, weil es eigentlich mehr einem Mix aus Deutscher Aussprache und Englischen Wörtern gleicht, ist der gedruckte  Text auch ganz hilfreich.
  • 9.00 Uhr: Doktoranden-Präsentationen. Doktoranden stellen während ca. 20 Minuten ihr Promotionsvorhaben vor und stellen sich anschliessend Fragen aus dem Publikum. Diese sind praktisch durchgehend auf der (extrem) kritischen Seite und als Referent zieht man sich besser warm an und hält gute Argumente bereit, damit das eigene Vorhaben entsprechend verteidigt werden kann. Natürlich ist diese Kritik nicht reine Bosheit, sondern soll neue Impulse und Denkanstösse geben.
  • 10.30 Uhr: Kaffee-Pause. Der Kopf muss gelüftet und Koffein aufgetankt werden.
  • 11.00 Uhr: Doktoranden-Präsentationen. siehe oben.
  • 12.30 Uhr: Mittagspause. Überfüllte Mensa, da das Personal offenbar nicht informiert wurde, dass es ca. zusätzliche 300 isi-Teilnehmer gibt und ja eigentlich Semesterferien sind.
  • 13.00 Uhr: Begrüssung. Der Rektor der Fachhochschule Potsdam und die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg heissen die isi-Teilnehmenden offiziell willkommen.
  • 13.30 Uhr: Keynote 1 "Visioning the Future of Information and Library Science – Opportunities & Challenges". Ein Vortrag über die Zukunft der Informationswissenschaft. Interessant und gut vorgetragen.
  • 14.30 Uhr: Kurzvorstellung der Poster. In drei Minuten Slots werden aktuelle Projekte kurz und bündig vorgestellt, die danach anhand von Postern (und z.T. auch Vorführungen am Computer) begutachtet werden können. Jeder kann insgesamt drei Punkte vergeben, das beste Projekt erhält am Freitag einen Preis.
  • 15.00 Uhr: Kaffee-Pause. siehe oben.
  • 15.30 Uhr: Session 1 "Zukunft der Informationswissenschaft". Hier ist mein Fazit leider höchstens 'mässig interessant', da zu viel vom Stil der Referenten abhängt. Es gab total vier Kurzvorträge, einer davon via Skype von bzw. nach Mexiko. Der letzte Referent kam ohne Powerpoint Präsentation und hat den Text vom Buch eins zu eins abgelesen (und das auch noch in einem miserablen Englisch). Diese Sessions sind offenbar immer ein bisschen eine Wundertüte, man kennt zwar die 'Verpackung' (also den Titel der Session), weiss aber nie, was drin ist. Aber inhaltlich war die erste Session durchaus interessant und ich kann mich ja inhaltlich immer noch in einer ruhigen Minute aus dem Buch orientieren.


So viel also zum ersten Tag. Heute gibt es ein etwas schlankeres Programm, dafür hoffentlich noch ein kleines bisschen Potsdam Sightseeing. Leider ist es nach wie vor eiskalt mit gelegentlichem Schneefall.


Tuesday, 19 March 2013

isi: Anreisetag


Mittlerweile bin ich im gemütlich-luxuriösen vier Sterne Hotel in Potsdam und habe eine problemlose Reise hinter mir. Air Berlin hat uns pünktlich nach Berlin Tegel geflogen. Von dort ging's per Bus bis Bahnhof Zoo, dann mit dem Regionalzug bis Potsdam Hauptbahnhof. Danach noch mit der Strassenbahn ('Tram' sagt man schliesslich nur in der Schweiz und die Schweizer Banausen in Deutschland – wobei in gewissen Regionen Deutschlands auch von "der Tram", jawohl: feminin, gesprochen wird ;-) ) bis direkt vor's Hotel. Dieses liegt tatsächlich direkt am Eingang zur Altstadt. Beim Hotel angekommen sind wir jedoch erst um 18 Uhr, darum gab's heute keine Erkundungstour der näheren Umgebung mehr.


Gerade in Berlin Tegel angekommen, Blick aus dem Flieger

Übrigens befinde ich mich momentan im tiefsten Winter. Das obige Foto wird dem wilden Schneetreiben überhaupt nicht gerecht. Das liegt wohl daran, dass sie sämtliches Strassensalz auf dem Flughafen ausgeschüttet haben und wir in Potsdam darum durch Schneematsch und an zahlreichen zugeschneiten Autos vorbeigehen können. Die Kofferrädchen hats gefreut, wenigstens wurden sie dann auf dem Hotelteppich umgehend wieder trockengefahren :-)

So viel zum isi-Vortag. Morgen geht's um 8.30 Uhr mit der Registrierung los (die isi findet an der örtlichen Fachhochschule statt), danach folgen erste Doktorandenvorträge, bis die Symposiumsteilnehmer am späten Vormittag offiziell begrüsst werden.

easy? isi!

Heute Nachmittag geht's los: meine erste Konferenz! Genau genommen ist es ja das "isi": Internationales Symposium der Informationswissenschaft. Dieses Symposium findet in Potsdam statt und dauert bis Freitag (bzw. Samstag, aber das ist dann nur noch für die Hartgesottensten). Also werde ich mich mit zwei meiner Studienkolleginnen in den Flieger setzen und nach Berlin fliegen. Dort gibt es dann drei Tage lang Vorträge über informationswissenschaftliche Themen zu hören. So erfährt man, was ausserhalb der Landesgrenze (oder der eigenen Schule) so auf dem Feld geleistet wird. Teilnehmer kommen aus aller Welt, sogar aus Pakistan und Tibet (wenn ich mich richtig an die Teilnehmerliste erinnere).


Und ganz nebenbei: Potsdam soll ja auch sehr schön sein, und wenn mein Kopf voll ist, kann ich mich ja auch kulturell weiterbilden und die Stadt besichtigen. Offenbar ist unser Hotel direkt bei der Altstadt. Hier ein kleiner Vorgeschmack – selbstverständlich werde ich dann höchstpersönlich Fotos vor Ort machen (diese hier sind von Wikipedia ausgeliehen). Meine Bilder werden dann dem Wetterbericht zufolge wohl etwas winterlicher sein.


Potsdam von oben

Schloss Sanssouci

Tuesday, 12 March 2013

Bibliothek vs. WWW

Ein informationswissenschaftlicher Cartoon, passend zu meinem Studium.

Man ignoriere bitte den Stereotypen der "Bibliothekarin".

Tuesday, 12 February 2013

Die Ruhe nach dem Sturm

An dieser Stelle beziehe ich mich nicht aufs Wetter (obwohl es immer noch schön schneielet und beielet), sondern möchte dem werten Lesenden ein Update aus der Studienwelt darniederschreiben.


Das erste Semester mit der fiesen Doppelbelastung (Zulassungsprüfungen + normales Studienpensum) ist vorbei und einigermassen gut überstanden. In den letzten beiden Wochen fanden (total sechs) reguläre Semesterprüfungen statt, die den ersten Viertel des Studiums abrundeten. Die Resultate gibt es dann in ein oder zwei Wochen, elegant übers Intranet der HTW Chur freigeschaltet (natürlich mit persönlichem Login) und nicht mehr so altmodisch wie zu meinen Zeiten an der Uni, wo man nach Prüfungen täglich den Briefkasten kontrollierte, ob nicht doch bereits ein Brief eingetroffen ist.

Nun geht es bereits am nächsten Samstag (jawohl - es sind sage und schreibe 6 Tage Semesterferien!) mit neuen Fächern und neuer Motivation weiter. Es tut gut, sich neuen Themen widmen zu können. Diese sind:
- strategisches Management
- Organisationsentwicklung
- Webanwendungs-Entwicklung
- Management digitaler Bibliotheken
- kollaboratives Wissensmanagement
- (ominöses) Praxisprojekt mit dazugehörigem Seminar "Specific Research Methods"

Klingt doch schon mal vielversprechend. Inhaltlich gebe ich ende Semester gerne nähere Auskunft :-)

Sunday, 21 October 2012

Mein Leben: Lehren und Lernen

Während ich von Montag bis Donnerstag Deutsch lehre, bin ich freitags und samstags auf der 'anderen' Seite und lerne selber ganz viel Neues. Genau – mein Informationswissenschafts-Studium an der HTW Chur hat vor 5 Wochen begonnen!
Und mittlerweile kann ich sagen: es gefällt mir sehr. Wie erwartet ist das Ganze sehr anspruchsvoll (aber nicht überfordernd!) und ich lerne eine ganz neue Welt kennen. Bisher bewegte ich mich ja strikt in sprachlichen-musischen Gefielden, doch jetzt tauche ich tief in wirtschaftlich-technische Gewässer ein, sozusagen.
So haben wir General Management (momentan ist das Unternehmenskommunikation) und Forschungsmethoden. Dies sind sowohl Quantitative Forschungsmethoden – sprich beschreibende und schliessende Statistik – als auch eine Vorlesung, die sich ganz elegant 'Research Design' nennt. Dort geht es schlicht und einfach um wissenschaftliches Schreiben, und sogenannte Research Proposals. Nicht viel Neues, aber hin und wieder etwas Repetition ist ja auch nicht schlecht. Und dann gibt es natürlich noch die informationswissenschaftlichen Vorlesungen: Aktuelle Technologische Standards und Trends in der Informationswissenschaft.

Bis ich Ende November die Aufnahmeprüfungen für Quereinsteiger (man verzeihe mir die saloppe Formulierung) durchhabe, ist das Ganze schon sehr intensiv, aber so langsam sehe ich den Silberstreifen am Horizont.

Das Gute ist, dass keine Präsenzpflicht besteht. Alle Vorlesungen werden live per Videostream übertragen und man kann sie sich auch später nochmals ansehen. Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass ich vor Ort mehr profitiere, aber sollte man mal krank sein, erleichtert dies einiges. Eine Folge ist natürlich, dass die Präsenzzahlen sehr schwanken. Letzten Samstag Nachmittag waren wir beispielsweise nur noch sechs (von total 18) Studenten. Übrigens haben alle immer ihren Laptop dabei (ist für gewisse Vorlesungen sogar Pflicht!). Das ist für mich auch was Neues - da wäre ich im Kunstgeschichte-Studium schon ein Einzelfall gewesen (ist heute vielleicht auch nicht mehr so). Jedenfalls finde ich es ungemein praktisch, meine Notizen direkt 'lernparat' in den Computer zu tippen. So muss ich Ende Semester, wenn ich dann für die schriftlichen Prüfungen lerne, nicht erst alles zusammenfassen und eintippen...


Weil wir freitags bis fast um 19 Uhr Vorlesung haben und es samstags bereits um 8.15 Uhr wieder losgeht, übernachte ich jeweils direkt in Chur in einem schönen kleinen Hotel. Dort erhalten HTW-Studierende einen grosszügigen Rabatt und Freitag abends kann man sich erholen und gemeinsam ein Nachtessen in einem der Restaurants geniessen (ich bin nämlich nicht die Einzige, die dort übernachtet).

Hier noch ein paar Impressionen, die ich bereits im August aufgenommen habe (ich musste ja mal den zukünftigen Studienort inspizieren!). Wir hatten bis jetzt zwar nicht immer blauen Himmel, doch tendenziell ist das Wetter in Chur immer ein Mü besser als in Zürich. Ha!

Hauptgebäude der HTW Chur

...andere Perspektive auf dasselbe (ach wie schöne!) Gebäude ;-)


Ich bin allerdings 100 Meter vom Hauptgebäude entfernt, in einem anderen Haus.

Den zweiten und dritten Stock teilen wir uns mit Swisscom und dem Rätoromanischen Wörterbuch Verlag.


... und zum Schluss ein Blick in einen der Korridore. Wenigstens haben wir auch eine Dachterrasse, das ist für Pausen sehr schön.