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Monday, 12 August 2013

Grossartige Neuigkeiten!

Und wieder einmal steht eine Veränderung in meinem Leben an: ich habe eine neue Stelle und sage der Sprachschule und dem Lehrerberuf per 31. August Lebewohl! Neu werde ich ab 1. September bei e-lib.ch (www.e-lib.ch) arbeiten. Das ist die Elektronische Bibliothek Schweiz, ursprünglich ein Projekt vom Bund, das jedoch 2012 zu Ende ging und sich nun in einer strategischen Neuausrichtung befindet. Bei e-lib.ch geht es unter anderem darum, bibliothekarische Angebote zu digitalisieren und die Zusammenarbeit der Schweizer Hochschulbibliotheken zu stärken. Damit das Ganze nicht irgendwo im leeren Luftraum schwebt, ist es der ETH Bibliothek unterstellt (diese zahlt auch die Löhne aus).

Ich werde nun konkret auf der Koordinationsstelle von e-lib.ch arbeiten. Dies ist ein Team von zwei Personen (inklusive mir), das – wie der Name bereits sagt – eine koordinative Funktion zwischen den einzelnen Projekten einnimmt. Zudem werde ich die Webseite betreuen, am Jahresbericht arbeiten, an Sitzungen teilnehmen, mithelfen Weiterbildungen zu organisieren und sicher noch ein paar andere Dinge, von denen ich bisweilen noch nichts weiss :-)

Natürlich ist es auch etwas traurig, die Schule und das Unterrichten hinter mir zu lassen, macht es mir doch nach wie vor grossen Spass, Deutsch zu lehren und ich habe mich an der Schule auch äusserst wohl gefühlt. Aber längerfristig, im Besonderen in Kombination mit meinem Studium an der HTW, ist e-lib.ch natürlich perfekt! Der einzige Minuspunkt ist das klitzekleine Detail, dass die Stelle (und somit der Arbeitsvertrag) auf Ende Jahr begrenzt ist. Da es eine Projektstelle ist und sowohl 2013 als auch 2014 ein Übergangsjahr zu einer neuen Strategie sind, kann ein definitives Weiterführen der Stelle nicht garantiert werden. Aber generell ist man doch zuversichtlich, dass es in der einen und anderen Form weitergehen wird. Auf jeden Fall werde ich wertvolle Erfahrung sammeln können, neue Kontakte knüpfen und wer weiss, was sich daraus alles ergeben kann!


Ein Bild von meinem neuen Arbeitsplatz an der Weinbergstrasse in Zürich, Google Maps Streetview sei Dank :-)

Saturday, 10 August 2013

Umzug Nummer 4

Löwenstrasse: Baustelle direkt an unserem (ehemaligen) Gebäude

Aber nur beruflich :-) Weil an der Löwenstrasse das Gebäude unmittelbar neben unserer Schule abgerissen wird (mittlerweile wohl wurde), ist die Sprachschule Mitte Juli kurzerhand umgezogen und ich habe bereits meinen vierten Büro-Umzug erlebt. Neu befinden wir uns also an der Zollstrasse, nur 20 Schritte vom Landesmuseum bzw. Hauptbahnhof entfernt. Wenn das kein Luxus ist!

Und es gibt noch mehr Luxus: klimatisierte Räume!!! Ha! Bei diesen heissen Sommertagen ist das eine grosse Erleichterung. Denn nicht nur die Studenten hängen meistens nur faul in ihren Stühlen rum, auch für die Lehrkraft (a.k.a. ich) ist es bei 30 Grad keine Freude. Aber diese Zeiten sind ja nun vorbei.

Und dann gibt es noch eine weitere tolle Erneuerung: beschreibbare und magentisierte Wände. Dank einer speziellen Farbe sind die Zeiten des durch Whiteboards beschränkten Platzes endlich vorbei und ich kann fröhlich drauf los schreiben. Allerdings dauert es dementsprechend länger, um eine ganze Wand zu putzen, was ich oft erst im Nachhinein bemerke. Aber ein starker rechter Arm ist ja auch nicht schlecht :-) Übrigens haben bereits am ersten Tag etliche Lehrer feststellen müssen, dass dann doch nicht alle Wände beschreibbar sind. Offenbar geht die Beseitigung allfälliger unerwünschter Schreibspuren am besten mit Radiergummi und Spucke...


Die neuen Schulzimmer: direkt am Hbf., klimatisiert und mit beschreibbaren Wänden

Wortmeldung aus dem Sommerloch



Im Sommer ist ja bekanntlich nicht allzu viel los - alle sind im Urlaub oder liegen faul im Schwimmbad. Alle? Nein – eine unermüdliche Person arbeitet selbstverständlich fleissig weiter, hatte aber zugegebenermassen nicht allzu viel Energie, um sich ihrem Blog zu widmen. Ein fast nicht zu vergebendes Versäumnis!

Ich war also (noch) nicht im Urlaub, sondern habe seit den Semesterprüfungen Ende Juli / anfangs Juli meine Energie ins Deutsch Unterrichten gesteckt und einige Sommervertretungen an der Schule übernommen. Ein nettes Feriengeld für mein London-Wochenende, das bereits in drei Wochen ansteht!

Monday, 27 May 2013

Originalität pur

Wieder mal etwas von Facebook auf meinen Blog transferiert. Zumindest für mich einfach ein Klassiker und immer wieder von Neuem zum Grinsen. Hand aufs Herz: Wer von euch ist unter Prüfungsstress schon so kreativ...?


drauf klicken für grössere Version

Wednesday, 5 September 2012

Endlich wieder ein Update aus Uster



In letzter Zeit war es sehr still auf meinem Blog. Nicht dass ich zu faul wäre, es ist momentan nur extrem viel los. Seit Ende Juli arbeite ich von Mo-Do vormittags und zusätzlich Di/Do abends als Deutschlehrerin. Das macht sehr viel Spass! Vor allem nach London sind die Zustände geradezu paradiesisch: ein Lehrerzimmer, in dem man sich jederzeit mit KollegInnen austauschen kann, viel Material vor Ort und natürlich nur eine Klasse, die man jeden Tag sieht (also nicht zwanzig verschiedene Lektionen und Programme, sondern schön kontinuierlich aufbauend immer mit den gleichen Personen). Das hatte ich mir schon lange gewünscht :-) Aber wie das halt so ist, weil ich mich noch im ersten Durchgang mit dem neuen Lehrmittel befinde, gibt die Lektionenvorbereitung nach wie vor ziemlich viel zu tun. Dafür werde ich es später umso einfacher haben. Übrigens gibt es nun auch ein Foto von mir auf der Website der Schule: www.bellingua.ch (rechts oben auf "Bilder" klicken).

Und endlich habe ich auch mehr Informationen aus Chur! Nächste Woche geht es mit einem Repetitorium für Quereinsteiger wie mich los und die Einführungstage für den Masterstudiengang finden dann in der folgenden Woche vom 20.-22. September statt. In der Folge werde ich immer Freitag/Samstag in Chur sein, dann finden nämlich die Seminare statt. Nachdem ich nun seit Ende Mai in (fast) jeder freien Minute für die Aufnahmeprüfungen gelernt habe, freue ich mich umso mehr auf einen konkreten Beginn.

Dementsprechend werden die Blog-Einträge wohl weiterhin nur sporadisch erscheinen (leider), aber den Blog werde ich auf keinen Fall sterben lassen! Da gibt es nur eins: immer mal wieder reinschauen, ob es Neuigkeiten gibt (oder den RSS-Feed abonnieren und bei neuen Einträgen automatisch benachrichtigt werden).

Friday, 20 July 2012

Auf die Plätze – fertig – los!

Vorbei ist es mit dem flexiblen Tagesablauf und Lernen "nach Lust und Laune" und immer wieder mal gemütlichem Füsse hochlegen!


Ab Montag darf sich Deborah wieder zur arbeitenden (und Geld verdienenden) Bevölkerung zählen. Hurrah! Ganz unerwarteterweise habe ich nämlich einen Vormittagskurs jeweils von Montag bis Donnerstag erhalten und freue mich natürlich sehr darüber. Es erwartet mich eine neunköpfige Anfängerklasse mit Studenten aus allen Teilen der Welt. Spannend!

Jetzt werden also die Ärmel hochgekrempelt und die Deutschbücher hervorgeholt...
(Besen und Eimer lass ich vorerst zu Hause)



PS: Nein, das sind nicht meine Füsse auf dem oberen Bild.

Friday, 29 June 2012

Stelle da - Hurrah!


Anfang August werde ich wieder zu den Berufstätigen gehören: bei einer Sprachschule in Zürich an der Löwenstrasse (Bellingua) kann ich mit einem kleinen Pensum einsteigen.
Im Vergleich zu London erwartet mich ein wahres Paradies: alle Lektionen finden in der Schule statt, es gibt ein Lehrerzimmer (wo man sich tatsächlich täglich mit seinen KollegInnen austauschen kann!), regelmässige Fachrunden werden auch angeboten und Material en masse steht zur Verfügung. Auch der Lohn ist um 15 Franken pro Stunde besser. Das lässt sich doch sehen! Natürlich hoffe ich, dass ich mein Pensum mit der Zeit noch etwas ausbauen kann (momentan habe ich nur einen Abendkurs), aber ich freue mich schon sehr auf den Arbeitsbeginn!

Zum Glück haben sich die Zeiten und Unterrichtsmethoden seit Doris Day doch um Einiges verändert: schwarze Wandtafeln und Zeigestöcke sind definitiv Geschichte

Sunday, 13 May 2012

Abschied – viertletzter Tag



Nach meinem CLTA Kurs ging es ziemlich direkt mit ersten Lektionen los. Nach und nach bekam ich Angebote von verschiedenen Sprachschulen und hatte bereits im Juni einen ziemlich vollen Stundenplan. So lernte ich auch London ausgezeichnet kennen, weil die Schüler natürlich quer durch die Stadt verteilt waren. Je komplexer mein Unterrichtsplan wurde, desto mehr Vor- und Nachbereitung kam für mich hinzu. Ich gewann jedoch relativ schnell an Routine und konnte meine Vorbereitungszeit von anfangs zwei-drei Stunden schnell auf 15-30 Minuten herunterschrauben. Fotos: Aufräumaktion und altes Schulzimmer von German Tuition.

Saturday, 12 May 2012

Ein Blick in die Zukunft

Es riecht nach Veränderung!

Endlich ist es an der Zeit, meine großartigen Zukunftspläne zu veröffentlichen.
*trommelwirbel*
Ich werde wieder Studentin – tadaaaa!

Natürlich ist das Ganze nicht so simpel wie es klingt. Nach meiner Ankunft in der Schweiz werde ich mir zuerst eine Stelle an einer Sprachschule in Zürich suchen, um weiterhin zu Unterrichten. Das macht mir schließlich nach wie vor sehr viel Spass und ich möchte meine angeeigneten Fähigkeiten weiterhin einsetzen, verfeinern und erweitern. Vorläufiges Ziel: eine 40% Stelle. Der Vorteil am Unterrichten in der Schweiz: man ist an einer Schule fest angestellt und muss vor allem nicht von Schüler zu Schüler pendeln. Vielleicht sogar regelmäßige Arbeitszeiten (von 9-12 oder so)? Das wäre der Traum!

Ich habe gemerkt, dass ich neben dem Unterrichten gerne noch ein zweites Standbein im Berufsleben haben möchte. Da musste ich nicht lange überlegen, was das sein könnte: Bibliothekarin! Schließlich liebe ich Bücher und Lesen, meine Großmutter war Bibliothekarin und ich habe selbst während dem Studium für sieben Jahre in der Kunsthausbibliothek Zürich gearbeitet. Beste Bedingungen also! Natürlich braucht es dazu auch eine Ausbildung und diese kann man an der HTW Chur (Hochschule für Technik und Wirtschaft) machen. Frisch fröhlich habe ich der Administration geschrieben und mich nach dem Bachelor Studiengang in Information Science (so wird das nämlich heutzutage genannt) erkundigt. Kurz daraufhin hat man mich informiert, dass ich für das Bachelor Studium im Prinzip überqualifiziert bin, da ich ja bereits einen Mastertitel habe (Master of Arts in History of Art, um genau zu sein).
Also verblieben mir noch zwei Möglichkeiten: ein MAS Studium (Master in Advanced Studies), das eigentlich für Quereinsteiger wie mich gemacht ist, leider aber sehr teuer ist (20'000 Franken für vier Semester liegen momentan beim besten Willen nicht drin). Und als andere Variante das "normale" Master Studium. Nun habe ich eine vorläufige Studienbewilligung erhalten, mit der Bedingung, dass ich die Abschlussprüfungen des dreijährigen Bacherlor Studiums mache und bestehe (3 mündliche und 3 schriftliche Prüfungen). Diese finden im Oktober statt, und ich hätte im Februar 2013 noch eine zweite Chance. Sollte das nicht klappen, kann ich ja immer noch ins Bachelor Studium wechseln.
Das Masterstudium ist ein Teilzeitstudium und findet während zwei Tagen pro Woche (freitags und samstags) in Chur statt. Ich freue mich schon sehr darauf! Jedenfalls werde ich diesen Sommer mit lernen und unterrichten beschäftigt sein...

Und wer weiß, vielleicht werde ich eines Tages nach England zurückkehren und dann als Bibliothekarin arbeiten. Das könnte ich mir durchaus vorstellen! Aber first things first :-)

Prüfungsthemen für die Interessierten:
Grundlagen zur Informationstechnik (mündlich)
Grundlagen zur Informationswissenschaft (3x schriftlich): Archivwissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Informationswissenschaft
Information Retrieval (mündlich)
Betriebswirtschaftliche Grundlagen (mündlich)

Wednesday, 25 April 2012

Zum Schmunzeln - Teil 6

Bevor sich meine letzte Arbeitswoche zu Ende neigt, möchte ich an dieser Stelle noch ein paar "schmunzlige" Begebenheiten festhalten.

Manche Schüler machen sich ganz originelle Eselsbrücken um Vokabular zu lernen:

  • das Lametta ('tinsel' auf Englisch) --> "Lametta Tinsel – das klingt wie der Name einer Drag Queen!"
  • der Hobbyraum --> "Oh right: a man cave!"
  • Nach einer Lektion zum Dativ frage ich: "Meint ihr, ihr versteht das Konzept?" Antwort: "Kind of - it's like offside in football, you get the rough concept but not the exact rules". Fußball und Dativ - wer hätte das gedacht!

Dann gibt es jene Schüler, die ein großes passives Wissen haben, aber ab und zu die Wörter verwechseln. Das klingt dann so:
  • Schüler: "In Bristol hat es viele Hummeln." – Ich: "Hummeln?" – Schüler: "Ja!" – Ich: "Hmmm... Bist du dir sicher? Bumblebees?" – Schüler: "Ah nein! Hills" – Ich: "Ach – 'In Bristol hat es viele Hügel.'!"
  • Schüler: "Dieses Wochenende habe ich Freunde eingeladen und koche ein neues Rezept. Ein Hähnchen mit vierzig Eiern." – Ich: "Vierzig Eier?? Wirklich?" – Schüler: "Ja! Es ist französische Küche und das Hähnchen ist ganz lange im Backofen." – Ich denke mir: na ja, ich kenne mich mit der französischen Küche nicht gut aus. Drei Minuten später meint der Schüler: "Eier, sind das 'garlic'?" – Ich: "Nein, garlic ist Knoblauch." Es stellte sich dann heraus, dass er ein Hähnchen mit vierzig Knoblauchzehen zubereitete, nicht in vierzig Eiern ertränkte. Leider kam ich nicht mehr dazu ihn zu fragen, ob das Gericht gelang. Aber gelacht haben wir beide!

Manchmal gibt es auch originelle Übersetzungen. Eine war besonders gut:
Original: "...this wave could tear my head off." (aus einem Zeitungstext über einen Surfer)
Übersetzung vom Schüler: "...diese Welle könnte mir den Haupt abfahren."

Und dann gibt es natürlich die gute alte Verwechslung mit "ei" und "ie" (für englische Muttersprachler ganz schwierig):
  • Im Anfängerkursbuch gibt es eine Speisekarte mit Zwiebelsuppe. Praktisch jeder Schüler liest zuerst "Zweibelsuppe". Ich mache mittlerweile Wetten mit mir selber, wer wohl in die Falle tappt...
  • Und aus einer Fabel mit Hase und Igel; der Igel sagt: "Du mit deinen krummen Beinen, ...". Was liest der Schüler? "Du mit deinen krummen Bienen, ..."!
  • Zudem bereitet das Verb "schreiben" in allen möglichen Formen Schülern von A1 bis C2 Probleme. Es gibt ja auch so viele Möglichkeiten: geschreibt, geschreiben, geschriebt, schreibte, schriebte usw. Und nach einer Woche beginnt das Ratespiel jeweils wieder von Vorne :-)

Und was auch ganz fies ist: englische Wörter in einem deutschen Text. Woher soll der Schüler da spontan wissen, dass man 'Punk', 'Buddy' oder 'Jogging' auch wirklich auf Englisch aussprechen darf? Ach - Deutsch ist schon nicht einfach...

Monday, 23 April 2012

Abschluss

Die letzte Arbeitswoche hat angefangen! Mit einem traurigen und einem lachenden Auge werde ich allen Schülern "Auf (Nimmer-?)Wiedersehen" sagen. Natürlich sollen mich meine SchülerInnen nicht nur in guter, sondern in allerbester Erinnerung behalten: darum erhalten alle echte, originale Schweizer Schoggi! Liebevoll in kleine Säckchen abgepackt. Insgesamt habe ich 3 Kilo Schokolade nach London gebracht :-)

Die Schoggi-Armee noch in der Schweiz "in Bearbeitung"

Und als Nahaufnahme

Friday, 13 April 2012

TKT

TKT = Tolle Köstliche Torte? Tief-Kühl-Toast? Turn-Kultur-Trampolin?

Nein! Natürlich ist TKT der Teaching Knowledge Test! Und den mache ich morgen. Diese Qualifikation wird – wie das Advanced oder Proficiency – von der Cambridge University angeboten und ist international anerkannt. Die Prüfung besteht aus drei Modulen und befähigt mich offiziell auch Englisch zu unterrichten.
Heute habe ich zur Vorbereitung drei Probeprüfungen gemacht: mit einem brillanten Ergebnis von total 98.33% (nur vier Fehler von insgesamt 240 Fragen). Ich denke, das sollte gut genug sein und hoffentlich für die Bestnote genügen :-)


Sunday, 26 February 2012

Das nicht mehr ganz neue Büro

Bereits im letzten November ist das German Tuition Büro von Old Street im östlichen Zentrum Londons nach Temple umgezogen. Temple ist dort, wo alle Anwälte arbeiten - also eine richtig gute Gegend. Temple Chambers (in diesen Mauern sind wir nun untergebracht) ist ein riesiges und relativ altes, aber renoviertes Gebäude. Hinein kommt man nur mit einem "Token" - also einem elektronischen Schlüsselanhänger, oder man meldet sich bei der Rezeption an. Ja - es gibt nun eine Rezeption! Ha :-)
Das Büro selbst ist zwar etwas kleiner als sein Vorgänger, dafür ist der Raum etwas besser unterteilt, so dass wir nun einen Unterrichtsbereich und einen Büroteil haben. Seht selber, wie's nun aussieht...

Vom Eingang aus mit Blick an die rechte Wand

Vom Whiteboard aus Blick zum Fenster
(Na - wer erkennt das Motiv auf dem Plakat??)

Vom Fenster aus: Blick zur Tür und dem Whiteboard
(die Zeiten der schwarzen Wandtafel sind nun endgültig vorbei)

Richtung Büroteil (rechts wäre das Fenster, links der Eingang)

Büroteil: Computer, Referenzmaterial und Kopierer

Blick auf den Schulraum vom Büro aus. Nicht wahnsinnig groß, aber für die maximale Gruppengröße von fünf Personen plus LehrerIn reicht es gut

Sunday, 5 February 2012

Einmal auf die Schulter klopfen

90% meiner Arbeitszeit arbeite ich für German Tuition (www.germantuition.com). Wenn man nun bei Google Maps nach German Tuition sucht und dann bei Buchstabe A draufklickt, kommt man auf die Googleseite von German Tuition. Und dort gibt es momentan zwei Rezensionen von Schülern. Diejenige von Marc betrifft mich, weil er mein Schüler ist! Weil es so schön ist, habe ich das Feedback rauskopiert:

I've worked with German Tuition once a week for 1.5hrs since January of last year and have been very pleased with the professionalism, preparation and care of the tutor with whom I've worked (Deborah). Deborah has helped me work towards an exam while at the same time giving me plenty of other material to stretch my German appropriately. A very happy customer. 

Januarloch

Es ist ja nicht so, dass ich im Januar an kurzzeitiger Blog-Amnesie gelitten hätte. Aber mir fiel schlicht und einfach nichts ein, was ich hier hätte berichten können, ohne meine LeserInnen bis zum Umfallen zu langweilen.

Unter dem Strich habe ich einen etwas harzigen Wiedereinstieg nach den schönen (weit entfernten!) Weihnachtsferien gehabt und danach aber relativ schnell wieder in den Alltagstrott gefunden. Nebst Unterrichten habe ich nicht viel gemacht. Ins Fitness gehe ich regelmäßig, um einen Ausgleich zur vielen Kopfarbeit zu haben und Cello spiele ich auch ab und zu (wenn es die Zeit und Energie zulässt).

Mittlerweile hat sich aber mein Stundenplan etwas reduziert, was eigentlich auch ganz angenehm ist. Die Stunden sind momentan relativ gut verteilt, ohne zu große Lücken. Natürlich muss ich nach wie vor relativ viel Tube fahren (durchschnittlich drei Stunden pro Tag). Das ist der einzige Punkt, der mir nicht gefällt. Die Lehrtätigkeit macht mir nämlich nach wie vor sehr viel Spass...

Mein aktueller Stundenplan. Drauf klicken für vergrößerte Ansicht


Monday, 5 December 2011

Adventskalender: Fenster fünf

Der Samichlaus macht sich auf den Weg, damit er morgen pünktlich Geschenke und Fitzenhiebe verteilen kann ;-)


Zum Schmunzeln - Teil 5

Ich habe neuerdings eine russische Schülerin. Sie spricht zwar sehr gut Englisch, aber der Deutschunterricht hat doch neue Seiten mit einem Non-Native-Speaker:

Wir lesen im Textbuch folgende Frage: "Was ist das denn?"

Natürlich (wie jedes Mal) werde ich prompt gefragt: "Was bedeutet 'denn'?" Ist ja im Prinzip eine berechtigte Frage. Lieber Leser, gehe in dich und frage dich dasselbe – hast du eine Antwort parat?

Tatsächlich ist es so, dass das 'denn' keine Bedeutung hat. Wir benutzen es lediglich, um unser aktives Interesse an der Konversation auszudrücken. So habe ich das meiner Schülerin dann auch erklärt. Daraufhin kommt nur der trockene Kommentar: "And I thought English was weird!"

Tja – was soll man da noch sagen... :-)


Wednesday, 19 October 2011

Zum Schmunzeln - Teil 4

Gesehen und geklaut... Aber passt zum Thema.



Auf Facebook hab ich folgenden Eintrag gesehen. Ist einfach zu amüsant um den euch vorzuenthalten. Ich kann dazu nur so viel sagen: zum Glück (!) unterrichte ich Erwachsene, die doch ein gewisses Allgemeinwissen besitzen :-)


German-Lesson. After a presentation about myself and Switzerland:

Me: Where do I come from?
Student A: America?
Me: Do they speak German in America? *hinthinthint*
Class: Oh.
Me: So?
Class: Mmmmh...
Student B: oh, I know, Germany!
Me: Well, good guess but no. It's a different German-speaking country. It is very small and it starts with S. *hinthinthint*
Student C: Sweden!
Me: NO! Sweden is not small and people don't speak German in Sweden.
Student A: Poland?
Me: NO! They don't speak German in Poland. And Poland does not start with an S
class: nothing
Me: It starts with an S and ends with -land. It's small and people speak German there.
class: uhm...
Me: Have you ever heard about Switzerland?
class: oh, yes, of course!
Me: Okay, what do you know about Switzerland?
Student A: They speak German and it is a small country.
Me: well, yes. Do you know where in Europe Switzerland is?
Student B: I know. It's in Germany!
Me: pffffff.

----- topic change -----

Me: In der Schweiz gibt es viele Berge. What does this sentence mean in English?
Student A: You eat a lot of burgers in Switzerland.
Me: Never mind.

----- topic change ------

Me: So, now you know about traditional meals in Switzerland. What typical food can you recommend me to eat in England?
Student C: Oh, you really need to go to McDonald. That's the best English food.
Me: I think it's break time. At least for me.




Tuesday, 11 October 2011

Anno 10.10.10

Vor einem Jahr (und einem Tag) bin ich in den Flieger Richtung Großbritannien gestiegen. Damals wollte ich sechs Monate auf der britischen Insel bleiben, einen zweiwöchigen Sprachkurs in Brighton machen (gemacht) und danach ein halbes Jahr in einem Hotel arbeiten. Danach war die Rückkehr in die Schweiz geplant, mit erhoffter "Erleuchtung", wie es beruflich weitergehen sollte.

Wer hätte gedacht, dass ich einen komplett anderen Weg eingeschlagen werde! Nach "nur" zehn Wochen Hotel im Nirgendwo hat es mich dann doch in eine städtischere Umgebung gezogen. Gesagt, getan: Sprachkurs in London gebucht und dabei zufälligerweise auf ein Teacher Training gestoßen. Da wusste ich sofort, dass das etwas für mich ist! Nach 11 Wochen Ausbildung hatte ich meine erste offizielle Deutschlektion (für die ich bezahlt wurde) am 12. März 2011.

Nun habe ich meinen Wohnsitz in der Schweiz abgemeldet, wohne in Westlondon und arbeite als Deutschlehrerin mit durchschnittlich 25 Lektionen pro Woche (plus 13 Stunden Vorbereitungszeit, das ist doch immerhin eine 38 Stundenwoche - dabei sind die täglichen rund fünf Stunden pendeln und von Lektion zu Lektion reisen noch nicht eingerechnet).

Die Arbeit macht mir richtig viel Spass! Einzig das Herumreisen ist ein großer Negativpunkt. Ich nehme es aber Schritt für Schritt. Erst einmal 12 Monate am Stück arbeiten. Dann (ev. schon im Januar) einen weiteren Ausbildungskurs machen. Ins Auge habe ich den TKT (Teaching Knowledge Test) gefasst. Wird ebenfalls von der Cambridge University ausgezeichnet und ist weltweit anerkannt. Und dann? – Keine Ahnung! Die Zukunft lässt sich ja doch nicht planen :-)

Vor einem Jahr am Flughafen Kloten, mit Gepäck für sechs Monate.

Friday, 9 September 2011

Zum Schmunzeln - Teil 3

Um eine begonnene Beitrag-Serie wieder aufzunehmen...

Sobald Schüler den Akkusativ können, Modalverben und trennbare Verben kennengelernt haben und auch die Uhrzeit beherrschen, wird viel mit Wortpositionen und Satzstellungen geübt. Man muss, sozusagen. Deutsch ist ja eine sehr "geregelte" Sprache, z.B. ist in Hauptsätzen das Verb IMMER an zweiter Stelle. Im Englischen ist das leider genau nicht der Fall, was oft zu Verwirrungen führt:
- Morgen gehe ich ins Kino.
- Tomorrow, I go to the cinema.
Klar?

Und wenn es dann noch komplexer wird, gibt es dann sogenannte "Yoda"-Sätze (Star Wars lässt grüßen):

- Morgen ins Kino ich gehe.
- Heute Nachmittag ich schwimmen gehen möchte.
- Kaufe einen Kuchen ich ein.

Da darf man als Lehrerin höchstens nett schmunzeln ;-)




Beispiele sind von mir erfunden.

Tuesday, 23 August 2011

Ein Kommentar aus der Arbeitswelt

Für zwei Wochen vertrete ich meine Chefin die im Urlaub ist (an der Schule, die meine Hauptauftraggeberin ist). Wer sagt denn, dass man als Lehrer keine Karriere machen kann! Harrharrharr... Um ehrlich zu sein: so wahnsinnig aufregend ist es nun auch wieder nicht. Meine Aufgaben bestehen hauptsächlich darin Emails zu beantworten und den Telefonbeantworter abzuhören. Bei neuen Schülern darf ich aber auch Verträge machen und Rechnungen verschicken. Ist auf jeden Fall spannend, einen Einblick in das Management einer kleineren Sprachschule zu erhalten!
Generell merkt man, dass es so langsam auf September und aufs Herbstsemester zugeht: Ich habe diese Woche bereits zwei Anfragen von Sprachschulen erhalten, die Lehrer suchen. Wobei die eine etwas zu weit von mir entfernt ist und die zweite eigentlich eine Spanisch-Schule ist (laut ihrer Website, sie suchen aber einen German tutor).
Mittlerweile bin ich in einer Position, wo ich nicht mehr jedes Angebot annehmen muss - das ist ein ganz ungewohntes und neues Gefühl, auch Nein sagen zu können/müssen...

Karriere - ich komme!