Von Uster via Brighton und North Devon nach London. Während knapp 1.5 Jahren arbeitete ich dann in London als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache (DaF). Seit Juni 2012 bin ich zurück in der Schweiz und stelle mich neuen Herausforderungen: ein Masterstudiengang in Informationswissenschaft in Chur (an der HTW). Seit 1.1.14 bin ich Licensing Manager beim Konsortium der Schweizer Hochschulbibliotheken.
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Tuesday, 8 May 2012
Abschied – noch 9 Tage
Die Briten sind ja nicht gerade für ihre gute Küche bekannt: Fish and Chips, Steak und Chips, Gemüse und Chips, Hamburger und Chips – 'you get the picture' wie man hier so schön sagt.
Aber es geht auch gesund(er): zum Beispiel der Sunday Roast. Hier ein Exemplar aus meiner Zeit im Staghunters: Fleisch (bei mir war es Poulet) mit Kartoffeln und verschiedenen Gemüsesorten (Blumenkohl, Karotten, Kabis, Süßkartoffeln, 'Parsnip' usw.) und natürlich auch Gravy. Sunday Roast kriegt man übrigens jeden Sonntag in praktisch allen Pubs quer durch England (ob die Qualität überall spitze ist, kann ich allerdings nicht sagen) :-)
Ruhe bewahren
Wer in London (oder generell in Großbritannien) in ein Souvenir-Geschäft geht, begegnet vielen Artikeln mit dem Logo "Keep calm and carry on". Zeit, ein wenig Licht auf das rätselhafte Motto zu werfen. So muss niemand danach fragen, wenn ich dann in der Schweiz heiße Ofenware mit meinem neuen Keep-calm-and-carry-on-Ofenhandschuh serviere :-) und die Nicht-Blog-Leser werden entlarvt! Aber das wissen die ja (noch) nicht *hehe*
Jedenfalls wurde das Propaganda-Poster (das war es nämlich ursprünglich, siehe unten) von der Britischen Regierung 1939 produziert, um die Moral der Britischen Bevölkerung im Falle einer Invasion zu heben. Es wurde jedoch nur sehr limitiert verbreitet und erfuhr dadurch auch keine weite Bekanntheit. Im Jahr 2000 wurde das Plakat wiederentdeckt und von einer Reihe privater Firmen erneut veröffentlicht. Ist auch klar: Stichwort Wirtschaftskrise!
Und zum Schluss noch ein Zitat aus Wikipedia: "The poster's popularity has been attributed to a "nostalgia for a certain British character, an outlook" according to the Bagehot column in The Economist, that it "taps directly into the country's mythic image of itself: unshowily brave and just a little stiff, brewing tea as the bombs fall."
http://en.wikipedia.org/wiki/Keep_Calm_and_Carry_On
Jedenfalls wurde das Propaganda-Poster (das war es nämlich ursprünglich, siehe unten) von der Britischen Regierung 1939 produziert, um die Moral der Britischen Bevölkerung im Falle einer Invasion zu heben. Es wurde jedoch nur sehr limitiert verbreitet und erfuhr dadurch auch keine weite Bekanntheit. Im Jahr 2000 wurde das Plakat wiederentdeckt und von einer Reihe privater Firmen erneut veröffentlicht. Ist auch klar: Stichwort Wirtschaftskrise!
Und zum Schluss noch ein Zitat aus Wikipedia: "The poster's popularity has been attributed to a "nostalgia for a certain British character, an outlook" according to the Bagehot column in The Economist, that it "taps directly into the country's mythic image of itself: unshowily brave and just a little stiff, brewing tea as the bombs fall."
http://en.wikipedia.org/wiki/Keep_Calm_and_Carry_On
Thursday, 3 May 2012
Abschied – noch 14 Tage
Heute in zwei Wochen werde ich bereits wieder meine erste Nacht im heimischen Bett in Uster verbracht haben. Mein Auslandsaufenthalt neigt sich nach neunzehn Monaten nun definitiv dem Ende zu. Der Moment für einen Blick zurück ist gekommen, um die vergangene Zeit nochmals Revue passieren zu lassen. Darum gibt es als Abschluss-Countdown nun jeden Tag ein Foto von meiner Zeit in Good Old England.
Am Nachmittag des 10. Oktober 2010 bin ich mit relativ bescheidenem Gepäckumfang (zumindest im Vergleich zu meiner Rückreise!) zum Flughafen Kloten gefahren, um per Flugzeug nach London Heathrow zu fliegen und dann direkt weiter per Bus nach Brighton. Mein ursprünglicher Plan: zwei Wochen Sprachkurs in Brighton, danach fünf oder sechs Monate in einem Hotel arbeiten, natürlich nicht wegen der Arbeit an sich, sondern um mein Englisch zu verbessern.
Am Nachmittag des 10. Oktober 2010 bin ich mit relativ bescheidenem Gepäckumfang (zumindest im Vergleich zu meiner Rückreise!) zum Flughafen Kloten gefahren, um per Flugzeug nach London Heathrow zu fliegen und dann direkt weiter per Bus nach Brighton. Mein ursprünglicher Plan: zwei Wochen Sprachkurs in Brighton, danach fünf oder sechs Monate in einem Hotel arbeiten, natürlich nicht wegen der Arbeit an sich, sondern um mein Englisch zu verbessern.
Saturday, 5 November 2011
Mohnblumen im November
Was hat es damit auf sich? In England gibt es eine ganz rare Mohnblumen-Art, die Mohnblumia Grossbritannia, und die blüht im November :-) hehe. Leider nicht.
Jedes Jahr gibt es den "Poppy Appeal" (Poppy = Mohnblume). Letztes Jahr war mir gar nicht wirklich bewusst gewesen, dass der Appeal auf nationaler Ebene durchgeführt wird (im Staghunters Inn war ich halt doch fast ganz von der Welt abgeschnitten).
Jedenfalls ist der Poppy Appeal eine Spendenaktion, die Kriegsveteranen und deren Angehörige unterstützt. Jeder, der etwas gespendet hat, steckt sich danach eine Mohnblume (natürlich keine echte) ans Revers.
So sieht man in dieser Jahreszeit extrem viele Leute mit Blumen am Mantelkragen, die den Kriegshelden gedenken. In der Schweiz zwar undenkbar (wir haben ja nicht wirklich Kriegshelden, die an der Front gekämpft haben), aber hier irgendwie schön.
Jedes Jahr gibt es den "Poppy Appeal" (Poppy = Mohnblume). Letztes Jahr war mir gar nicht wirklich bewusst gewesen, dass der Appeal auf nationaler Ebene durchgeführt wird (im Staghunters Inn war ich halt doch fast ganz von der Welt abgeschnitten).
Jedenfalls ist der Poppy Appeal eine Spendenaktion, die Kriegsveteranen und deren Angehörige unterstützt. Jeder, der etwas gespendet hat, steckt sich danach eine Mohnblume (natürlich keine echte) ans Revers.
So sieht man in dieser Jahreszeit extrem viele Leute mit Blumen am Mantelkragen, die den Kriegshelden gedenken. In der Schweiz zwar undenkbar (wir haben ja nicht wirklich Kriegshelden, die an der Front gekämpft haben), aber hier irgendwie schön.
Spendenboxen sind in allen Läden aufgestellt, an oft frequentierten Plätzen (die es in London ja praktisch überall gibt) stehen Sammler/innen
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