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Thursday, 15 March 2012

Anekdoten aus dem Fitnessstudio


Seit letztem Oktober bin ich ja (wieder) Mitglied in einem Gym. Und zwar trainiere ich dort nicht nur autonom (dann trainiere ich nämlich nur Ausdauer weil ich zu feige fürs Krafttraining bin), sondern gönne mir auch eine Personal Trainerin.

So geht es mir glücklicherweise nicht!

Ich hätte nie gedacht, dass mir das so viel Spaß machen könnte: jemand nimmt mich (im übertragenden Sinne) bei der Hand und sagt mir genau, was und wie oft ich welche Übung tun soll und korrigiert mich, wenn ich etwas falsch mache. Was will Deborah mehr! Es ist auch spannend, die Fortschritte über einen längeren Zeitraum zu beobachten. So musste ich zum Beispiel einen zweiminütigen "Spurt" an der Rudermaschine machen. Zu Beginn die reinste Qual. Vor ein paar Wochen hat meine Trainerin dann mitgemacht, weil ihr so kalt war (leider bläst die Klimaanlage wie verrückt, unverständlich!). Und - tataaa - Deborah hat das Wettrennen gewonnen, und zwar locker! Das hat meiner Trainerin dann gar nicht gepasst und aus "Rache" musste ich mit zehn zusätzlichen Kilogramm gleich fünf Mal die Treppen hoch und runter rennen. Aber es ist ja alles zu meinem Guten :-)

Übrigens habe ich auch ein (verstecktes) Kompliment erhalten. Ein anderes "Personal Training Opfer" hat folgendes gesagt (O-Ton): "I have to say that every week I see this lady exercising with determination and dedication and working really hard." – Hurra! Und dann zu meiner Trainerin: "You're obviously not working her hard enough!" :-)


Meine Trainerin ist, was europäische Geografie betrifft, nicht die Hellste. Jedenfalls führte ich, bevor ich Ende Februar in für ein Wochenende in die Schweiz flog, folgende Konversation mit ihr (ehrlich!):
T: So, what will you do in Switzerland?
D: Oh well, see my family, enjoy my home, meet up with friends and of course eat some of the food I can't get here.
T: Like chocolate?
D: Yes, among others.
T: Belgian chocolate?
D: No, Belgian chocolate is made in Belgium. I'll have Swiss chocolate.
T: Ah yes. Belgium: is that in Germany?
D: No, Belgium is Belgium. Brussels is its capital.
T: Oh yeah. I'm really bad in geography... So - where does Swiss chocolate come from?
D: Switzerland, of course!

Ich musste ihr übrigens auch erklären, dass Zürich nicht in Deutschland ist... Ansonsten ist sie eine sehr Nette. Zwar ist das ganze Personal Training Business finanziell keine Kleinigkeit, aber ich finde, wir haben eine Verantwortung unserem Körper gegenüber, uns fit und gesund zu halten (siehe unten stehender Cartoon).


Im Internet findet man übrigens jede Menge Material zum Fitness- und Sporttraining:

So. Und jetzt schließe ich.

Sunday, 27 November 2011

Spinning

Nachdem mir von mehreren Seiten empfohlen wurde, eine Spinning-Klasse zu besuchen, habe ich mich gestern endlich dazu überwunden. Was ist Spinning? Nun - es hat nichts mit den vielbeinigen Krabbeltieren zu tun und auch Dornröschen hatte noch keine Ahnung, was Spinning ist. Die Glückliche! - Zugegeben, sie hatte auch vom herkömmlichen Spinnen keine Ahnung, sonst hätte sie sich ja nicht an der Spindel gestochen und wäre nicht in ihren tiefen 100jährigen Schlaf gefallen. Zurück zum Thema: Spinning ist im Prinzip eine Velo-an-Ort-Fahr-Klasse. Die Bikes sind etwas anders konstruiert als herkömmliche Exercise Bikes. Wie? Keine Ahnung, so was lernt man beim Studium der Kunstgeschichte nicht. Jedenfalls sind die Sättel um einiges unbequemer (was die Teilnehmer wohl zum im Stehen Radeln ermuntern soll) und beim Trampen kann man nicht sofort stoppen - bei leichter Resistenz drehen die Pedalen dafür praktisch von selbst. Das ist sehr angenehm, so lange es nicht zu streng "den Berg hinauf geht".

Ein Velo für Spinner?

Jedenfalls hab ich mir dann ein Bike am Rand und im hinteren Teil der Klasse ausgesucht - möglichst unbeobachtet eben, damit nicht gleich alle mitbekommen, wie anfängerhaft ich das Ganze möglicherweise hinter mich bringen würde. Im Spinning-Raum wurde das Licht etwas gedimmt (Danke!) und die Instruktorin hat uns zu Beginn erklärt, wie wir die Bikes einstellen müssen (Sattelhöhe, Entfernung zum Lenkrad etc) und dann ging's los. Unsere Instruktorin - die mich stark an einen weiblichen Rambo erinnerte, inklusive Stirnband - brüllte in der Folge verschiedenste Befehle, wie schnell oder langsam, mit welchem Widerstand und in welcher Position (stehend/sitzend) wir in die Pedalen treten sollten. Leider war die Musik etwas zu laut und ich habe (trotz Mikrofon) nicht alles verstanden. Aber ich habe einfach frisch fröhlich alles nachgemacht und habe mich so ganz gut durchgeschmuggelt. So gingen die 45 Minuten dann doch relativ schnell vorbei. Und obwohl mein Resistenzlevel vermutlich lächerlich tief war  - zumindest im Vergleich zu dem der Klassenbesten - war es recht anstrengend. Zu meiner eigenen Verwunderung muss ich gestehen, dass es mir Spass gemacht hat! Ein effektives Cardio-Workout, bei dem man garantiert jede kulinarische Vorweihnachtssünde rasch verbrennt. Da geh ich doch nächsten Sonntag gleich wieder hin :-)



Tuesday, 25 October 2011

Eine gute Tat

Bevor die Weihnachtszeit mit all ihren feinen Süssigkeiten (die man ja bereits jetzt en masse in den Läden kaufen kann) beginnt, wollte ich meinem Körper und meiner Gesundheit und Fitness noch etwas Gutes tun und habe mich in einem Gym angemeldet. Dass ich momentan ein "Schüler-Loch" (viele sind im Urlaub oder wollen bis zum neuen Jahr pausieren) erlebe und ich somit etwas mehr Zeit für mich habe, hat meiner Entscheidung nachgeholfen. Heute morgen hatte ich also ein Gespräch mit einer Salesperson, die mir die ganze Anlage gezeigt hat. Das Fitness ist nur großzügige 10 Minuten zu Fuss von meiner Wohnung entfernt und um Welten besser als das letzte, bei dem ich tapfer zwischen Januar und Mai trainiert hatte. Im fünften Stock des Ealing Broadway Einkaufszentrums (mit richtigem Tageslicht!) beheimatet (im Gegensatz zum Keller-Raum vom vorherigen), gibt es einen Kraft- und Kardio-Raum, ein Schwimmbad :-) , Sauna und Steamroom. Alles ist frisch renoviert und die Technik auf dem neusten Stand. Da hat sich Deborah doch glatt ein Jahresabo gekauft!

Bin übrigens nicht ich.


Leider hatte grad kein Trainer Zeit, um mir eine Einführung in den Kraftraum zu geben, darum entschloss ich mich spontan zu einer der angebotenen Klassen. Auf dem Programm stand "Bodyconditioning", was sich gar nicht so doof anhörte. Gesagt getan - ich betrat das Studio und die nette Trainerin erzählte mir (und meinen fünf anderen Leidensgenossinnen), dass sie Stellvertretung sei und die Klasse in ein Power-Yoga umgeändert würde. Yoga - aaaaah! Seit meinem Versuch vor acht Jahren am ASVZ an der Uni hab ich immer einen weiten Bogen darum gemacht. Aber heute dachte ich mir, ich könnte der Sportart ja noch eine zweite Chance geben. Zu Beginn mussten wir uns auf unsere innere Energie besinnen und überlegen, für was wir sie am heutigen Tag einsetzen wollen. Tapfer hab ich im Folgenden alle Hund, Vögel, Baum und sonstigen Stellungen mitgemacht (ächz, stöhn, würg). Zum Schluss, nach dem Cool down, sollten wir uns an unserer neu gewonnenen Energie erfreuen. Aber als die Trainerin die Klasse mit drei Mal lauten "Ohmmm" beendete, musste ich meine neu gewonnene Energie bereits einsetzen, um nicht doof zu grinsen. Was soll ich sagen - Yoga ist einfach nicht meine Sportart! Wobei ich morgen vermutlich trotzdem kaum Treppensteigen werden kann - die Effizienz bestreite ich keineswegs. Trotzdem freu ich mich auf Donnerstag früh, da erhalte ich nämlich die erwünschte Einführung.

Die Gym-Anmeldung kam übrigens zum perfekten Zeitpunkt, hat doch gestern die linke Pedale bei meinem Heimtrainer den Geist aufgegeben (Strap für über den Schuh ist gerissen) und ich nun auf Ersatz warten muss.

Saturday, 23 July 2011

Der Countdown läuft: Tag vier - Mein einziges "Möbelstück"


Nach fast sieben Monaten in London habe ich mittlerweile bereits ein eigenes Möbelstück. Aber eines der sportlichen Art: anstatt Geld für ein Fitnessabo auszugeben und dann doch keine Zeit für's Gym zu haben, habe ich mir ein Fitness Bike geleistet. Ist halt doch die beste Lösung: man kann jederzeit radeln (egal ob tagsüber oder um zehn Uhr nachts) und es kann noch so viel regnen, mich stört das von nun an nicht mehr!

Ist zwar nicht das teuerste und beste Modell, Freude hab ich aber trotzdem dran!
Das Foto habe ich während meiner Aufräum- und Sortierungsaktion aufgenommen, normalerweise sieht es auf dem Boden nicht so aus. Ehrlich!