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Friday, 16 December 2011

Ein weihnachtlicher Abend



Am Montag habe ich mir einen Theaterabend gegönnt. Auf dem Programm stand "A Christmas Carol" von Charles Dickens. Eigentlich hat es Dickens ursprünglich als Kurzgeschichte konzipiert, aber es existiert auch eine "Ein-Mann-Theater-Version" (vermutlich von Dickens selbst anno dazumals ebenfalls aufgeführt). Diese Version habe ich gesehen. Simon Callow hat den Zuschauern die Geschichte während 90 Minuten erzählt (ohne Pause!) und dabei mit wenigen Requisiten die verschiedenen Sequenzen aufleben lassen. Ein raffiniertes Bühnenbild und etwas Audio-Unterstützung an den richtigen Stellen haben das Übrige zu einem kurzweiligen Theaterabend getan. Die Geschichte habe ich ja bereits in einem früheren Blogeintrag (bei Tags auf "Charles Dickens" klicken) zusammengefasst. Theater ist halt immer nochmals ein Stücklein spezieller als Kino, wenn "richtige" Personen live auf der Bühne spielen. Und eine beachtliche Leistung vom Schauspieler, so viel Text in eineinhalb Stunden ohne Pause (und Aussetzer!) vorzutragen...


Saturday, 3 December 2011

Adventskalender: Fenster drei



must read: Nr 7
Nr 6: A Christmas Carol (Charles Dickens)


A Christmas Carol ist die Geschichte von Ebenezer Scrooge - einem griesgrämigen, geizigen und egoisitisch-unhöflichen Geschäftsmann. Niemandem gönnt er etwas, schon gar keine Weihnachten! Doch am Vorabend (also unserem Heiligabend) erscheint ihm der Geist seines vor sieben Jahren verstorbenen Geschäftspartners. Dieser kündigt ihm drei Geister an, die ihn besuchen werden. In der Folge begegnet Scrooge dem Geist "of Christmas past", dem Geist "of Christmas present" und dem Geist "of Christmas to come". Ein neuer Blickwinkel auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verändert seine Ansicht auf Weihnachten um 180 Grad! So gibt es doch noch ein Happy End.

Charles Dickens, der für viele Komödien und Theaterstücke bekannt ist, hat auch in diesem zu Beginn sehr grimmigen Stück sanften Humor eingebaut. Hier ein Exzerpt aus "A Christmas Carol", nämlich der Moment in dem Jacob Marley, der verstorbene Geschäftspartner, plötzlich Scrooge's Haus besucht.

"Ask me who I was."
"Who were you then?" said Scrooge, raising his voice. "You're particular, for a shade." He was going to say "to a shade," but substituted this, as more appropriate.
"In life I was your partner, Jacob Marley."
"Can you – can you sit down?" asked Scrooge, looking doubtfully at him.
"I can."
"Do it, then."
Scrooge asked the question, because he didn't know whether a ghost so transparent might find himself in a condition to take a chair; and felt that in the event of its being impossible, it might involve the necessity of an embarrassing explanation. But the ghost sat down on the opposite side of the fireplace, as if he were quite used to it.
"You don't believe in me," observed the Ghost.
"I don't," said Scrooge.
"What evidence would you have of my reality beyond that of your senses?"
"Because," said Scrooge, "a little thing affects them. A slight disorder of the stomach makes them cheats. You may be an undigested bit of beef, a blot of mustard, a crumb of cheese, a fragment of an underdone potato. There's more of gravy than of grave about you, whatever you are!"

Vor ein paar Jahren gab es übrigens einen Film mit Jim Carrey (halb Computer-animiert?). Kennen tu ich den (noch) nicht. Die Geschichte ist auch überhaupt nicht lang, vielleicht 90 Seiten. Noch genug Zeit, um sich das Christmas Carol vor Weihnachten "reinzuziehen"...