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Wednesday, 25 April 2012

Zum Schmunzeln - Teil 6

Bevor sich meine letzte Arbeitswoche zu Ende neigt, möchte ich an dieser Stelle noch ein paar "schmunzlige" Begebenheiten festhalten.

Manche Schüler machen sich ganz originelle Eselsbrücken um Vokabular zu lernen:

  • das Lametta ('tinsel' auf Englisch) --> "Lametta Tinsel – das klingt wie der Name einer Drag Queen!"
  • der Hobbyraum --> "Oh right: a man cave!"
  • Nach einer Lektion zum Dativ frage ich: "Meint ihr, ihr versteht das Konzept?" Antwort: "Kind of - it's like offside in football, you get the rough concept but not the exact rules". Fußball und Dativ - wer hätte das gedacht!

Dann gibt es jene Schüler, die ein großes passives Wissen haben, aber ab und zu die Wörter verwechseln. Das klingt dann so:
  • Schüler: "In Bristol hat es viele Hummeln." – Ich: "Hummeln?" – Schüler: "Ja!" – Ich: "Hmmm... Bist du dir sicher? Bumblebees?" – Schüler: "Ah nein! Hills" – Ich: "Ach – 'In Bristol hat es viele Hügel.'!"
  • Schüler: "Dieses Wochenende habe ich Freunde eingeladen und koche ein neues Rezept. Ein Hähnchen mit vierzig Eiern." – Ich: "Vierzig Eier?? Wirklich?" – Schüler: "Ja! Es ist französische Küche und das Hähnchen ist ganz lange im Backofen." – Ich denke mir: na ja, ich kenne mich mit der französischen Küche nicht gut aus. Drei Minuten später meint der Schüler: "Eier, sind das 'garlic'?" – Ich: "Nein, garlic ist Knoblauch." Es stellte sich dann heraus, dass er ein Hähnchen mit vierzig Knoblauchzehen zubereitete, nicht in vierzig Eiern ertränkte. Leider kam ich nicht mehr dazu ihn zu fragen, ob das Gericht gelang. Aber gelacht haben wir beide!

Manchmal gibt es auch originelle Übersetzungen. Eine war besonders gut:
Original: "...this wave could tear my head off." (aus einem Zeitungstext über einen Surfer)
Übersetzung vom Schüler: "...diese Welle könnte mir den Haupt abfahren."

Und dann gibt es natürlich die gute alte Verwechslung mit "ei" und "ie" (für englische Muttersprachler ganz schwierig):
  • Im Anfängerkursbuch gibt es eine Speisekarte mit Zwiebelsuppe. Praktisch jeder Schüler liest zuerst "Zweibelsuppe". Ich mache mittlerweile Wetten mit mir selber, wer wohl in die Falle tappt...
  • Und aus einer Fabel mit Hase und Igel; der Igel sagt: "Du mit deinen krummen Beinen, ...". Was liest der Schüler? "Du mit deinen krummen Bienen, ..."!
  • Zudem bereitet das Verb "schreiben" in allen möglichen Formen Schülern von A1 bis C2 Probleme. Es gibt ja auch so viele Möglichkeiten: geschreibt, geschreiben, geschriebt, schreibte, schriebte usw. Und nach einer Woche beginnt das Ratespiel jeweils wieder von Vorne :-)

Und was auch ganz fies ist: englische Wörter in einem deutschen Text. Woher soll der Schüler da spontan wissen, dass man 'Punk', 'Buddy' oder 'Jogging' auch wirklich auf Englisch aussprechen darf? Ach - Deutsch ist schon nicht einfach...

Monday, 5 December 2011

Adventskalender: Fenster fünf

Der Samichlaus macht sich auf den Weg, damit er morgen pünktlich Geschenke und Fitzenhiebe verteilen kann ;-)


Zum Schmunzeln - Teil 5

Ich habe neuerdings eine russische Schülerin. Sie spricht zwar sehr gut Englisch, aber der Deutschunterricht hat doch neue Seiten mit einem Non-Native-Speaker:

Wir lesen im Textbuch folgende Frage: "Was ist das denn?"

Natürlich (wie jedes Mal) werde ich prompt gefragt: "Was bedeutet 'denn'?" Ist ja im Prinzip eine berechtigte Frage. Lieber Leser, gehe in dich und frage dich dasselbe – hast du eine Antwort parat?

Tatsächlich ist es so, dass das 'denn' keine Bedeutung hat. Wir benutzen es lediglich, um unser aktives Interesse an der Konversation auszudrücken. So habe ich das meiner Schülerin dann auch erklärt. Daraufhin kommt nur der trockene Kommentar: "And I thought English was weird!"

Tja – was soll man da noch sagen... :-)


Wednesday, 19 October 2011

Zum Schmunzeln - Teil 4

Gesehen und geklaut... Aber passt zum Thema.



Auf Facebook hab ich folgenden Eintrag gesehen. Ist einfach zu amüsant um den euch vorzuenthalten. Ich kann dazu nur so viel sagen: zum Glück (!) unterrichte ich Erwachsene, die doch ein gewisses Allgemeinwissen besitzen :-)


German-Lesson. After a presentation about myself and Switzerland:

Me: Where do I come from?
Student A: America?
Me: Do they speak German in America? *hinthinthint*
Class: Oh.
Me: So?
Class: Mmmmh...
Student B: oh, I know, Germany!
Me: Well, good guess but no. It's a different German-speaking country. It is very small and it starts with S. *hinthinthint*
Student C: Sweden!
Me: NO! Sweden is not small and people don't speak German in Sweden.
Student A: Poland?
Me: NO! They don't speak German in Poland. And Poland does not start with an S
class: nothing
Me: It starts with an S and ends with -land. It's small and people speak German there.
class: uhm...
Me: Have you ever heard about Switzerland?
class: oh, yes, of course!
Me: Okay, what do you know about Switzerland?
Student A: They speak German and it is a small country.
Me: well, yes. Do you know where in Europe Switzerland is?
Student B: I know. It's in Germany!
Me: pffffff.

----- topic change -----

Me: In der Schweiz gibt es viele Berge. What does this sentence mean in English?
Student A: You eat a lot of burgers in Switzerland.
Me: Never mind.

----- topic change ------

Me: So, now you know about traditional meals in Switzerland. What typical food can you recommend me to eat in England?
Student C: Oh, you really need to go to McDonald. That's the best English food.
Me: I think it's break time. At least for me.




Friday, 9 September 2011

Zum Schmunzeln - Teil 3

Um eine begonnene Beitrag-Serie wieder aufzunehmen...

Sobald Schüler den Akkusativ können, Modalverben und trennbare Verben kennengelernt haben und auch die Uhrzeit beherrschen, wird viel mit Wortpositionen und Satzstellungen geübt. Man muss, sozusagen. Deutsch ist ja eine sehr "geregelte" Sprache, z.B. ist in Hauptsätzen das Verb IMMER an zweiter Stelle. Im Englischen ist das leider genau nicht der Fall, was oft zu Verwirrungen führt:
- Morgen gehe ich ins Kino.
- Tomorrow, I go to the cinema.
Klar?

Und wenn es dann noch komplexer wird, gibt es dann sogenannte "Yoda"-Sätze (Star Wars lässt grüßen):

- Morgen ins Kino ich gehe.
- Heute Nachmittag ich schwimmen gehen möchte.
- Kaufe einen Kuchen ich ein.

Da darf man als Lehrerin höchstens nett schmunzeln ;-)




Beispiele sind von mir erfunden.

Wednesday, 6 July 2011

Zum Schmunzeln! Teil 2

Die meisten Englisch sprechenden SchülerInnen verwechseln in regelmässigen Abständen "ei" und "ie". Das kann dann schon mal dumm enden:

Ich trinke einen Wien. – Ich fahre nach Wein.
Ein Tor schießen oder scheißen?

Monday, 4 July 2011

Zum Schmunzeln! Teil 1

Während dem Unterricht komme ich immer wieder in Situationen, in denen ich einfach nicht anders kann, als zu Schmunzeln. Grundsätzlich lache ich ja nicht, wenn ein Schüler Fehler macht - bei manchen Dingen lässt es sich aber nicht ganz vermeiden. Zum Glück können die meisten über sich selber lachen. Darum hier der erste Teil einer neuen Serie.

Was macht man mit dem Rasen? rasieren?

...natürlich nicht. Aber wäre doch logischer als den "Rasen mähen" - oder?