Showing posts with label Schweiz. Show all posts
Showing posts with label Schweiz. Show all posts

Saturday, 10 August 2013

Nachtrag zum 1. August

Am diesjährigen Tattoo in St. Gallen hat die Schweizer Militärmusik ihr Bestes zum Thema "Tradition pur" geboten: Talerschwingen und Jodeln. Wenn das nicht Erst-Augustlich ist!



Das Video in besserer Auflösung hier herunterladen: https://dl.dropboxusercontent.com/u/52064710/IMG_1077.MOV

Wednesday, 1 August 2012

Happy Nationalfeiertag!

Endlich etwas Nationalstolz in der Schweiz!
...und in unserem Garten :-)

Am Abend gibt's selbstverständlich Feuer, Raketen oder auch Finnenkerzen (für die Bescheidenen)

Wer kennt ihn nicht: Ferdinand Hodler's Wilhelm Tell. Heute gilt Tell als Inbegriff der Beherztheit, der Willensstärke und der unerschütterlichen Entschlossenheit. Seit Jahrhunderten ist er Sinnbild der Freiheitsliebe und Unabhängigkeit.

Übrigens: Tell soll als Greis bei der Rettung eines Kleinkindes aus dem reissenden Bergbach Schächen im urnerischen Schächental gestorben sein.

Und zum guten Schluss noch ein moderne Tell-Version :-)

Monday, 16 July 2012

Ein Hauch Schottlands

Nein - ich habe mir keinen Körperschmuck permanent auf die Haut stechen lassen. Dafür aber viele Männer in Röcken gesehen! Schottenröcke waren es, um genauer zu sein. Gestern war ich nämlich am ersten St. Galler Tattoo. Was in Edinburgh ja bereits seit Jahr(zehnt)en Tradition hat und auch z.B. in Basel schon sehr bekannt ist, wurde nun zum ersten Mal auch in St. Gallen aufgeführt. Nicht Open Air wie sonst üblich, sondern im Athletikzentrum. Aber beim gestrigen Wetter war wohl niemand besonders böse, auch wenn es halt schon nicht die gleiche Atmosphäre war. Während gut drei Stunden durften wir Volksmusik vom Feinsten hören (und sehen). Nicht nur Schottische, sondern auch Schweizer Folklore wurde uns gezeigt. Nicht schlecht! Hier einige Impressionen...

Massed Band mit über 100 Pipes und Drums aus Schottland, Deutschland, Holland und der Schweiz

Schweizer Folklore: Kuhgloggen, Jodlerchörli und Alphörner. In einem zweiten Teil wurden sie dann noch von zwei Dudelsäcken begleitet.

Nochmals die Massed Band im Aufmarsch zum großen Finale

Alle ca. 300 MusikerInnen

Und zum Schluss ein besonderes Zückerchen: 'We Will Rock You' – Beat von Queen zusammen mit der Massed Band!

PS: Leider musste ich den Film qualitativ "runterpixeln". Für Interessierte gibt's das Filmchen und ein zweites hier zum Runterladen. Viel Spass!
https://dl.dropbox.com/u/52064710/IMG_0465.MOV
https://dl.dropbox.com/u/52064710/IMG_0466.MOV

Friday, 29 June 2012

Home Sweet Home

Zu Hause ist es halt doch am schönsten :-)

Nun bin ich also schon über sechs Wochen in der Schweiz. Die Zeit vergeht unglaublich schnell und London erscheint bereits wieder in weiter weiter Ferne...

Hier noch ein kurzer Rückblick: am Pfingstsamstag ist nämlich die Umzugsfirma vorbeigekommen und hat alles komplett und wohlbehalten geliefert. Die Möbel sind im Schopf untergestellt (ich kann ja nicht in zwei Betten gleichzeitig schlafen) und sämtliche Lehrmittel und andere Unterlagen haben ihr Zuhause in meinem 'neuen' Büro bekommen. (Bruder weg = neues Büro für Deborah).




Das ganze Aus-, Um-, Ein- und Wegräumen hat grad schön ins Pfingstwochenende reingepasst.

Wednesday, 16 May 2012

...und wenn sie noch nicht gestorben ist, so bloggt sie noch heute.

Eine kleine Bildergeschichte, basierend auf einer wahren Begebenheit...

Es war einmal eine Schweizer Deutschlehrerin, die während ungefähr 1.5 Jahren in der Großstadt London lebte und arbeitete. Doch eines Tages wurde ihr die Schufterei und gleichzeitige enge finanzielle Situation zu viel und beschloss, wieder zurück ins kleine Paradiesland Schweiz zu ziehen.

Also packte sie ihre sieben(hundert) Sachen in Kartonkisten und bestellte ein internationales Umzugsunternehmen. Am Dienstag "früh" (9.30 Uhr) erschienen die fleißigen Zügelmänner und verfrachteten das gesamte Material in den Umzugswagen. Nun werden sie in den nächsten Tagen noch weitere Menschen beglücken und auch denen die Übersiedlung in die schöne Schweiz erleichtern.

Nach einer Stunde sah Deborah's Zimmer dann sehr leer (und bedeutend größer!) aus. Und erst der Hall (fast schon Echo)... Wunderbar!

Deborah blieb dann aber noch den Rest vom Tag in London und erinnerte sich an die schönen Zeiten in der Metropole. Natürlich schlief sie nicht im leeren Zimmerlein (siehe vorheriges Bild), sondern übernachtete in einem kleinen Bed and Breakfast Hotel in nur 5 Minuten Geh-Entfernung der Wohnung. Und was für ein schönes Zimmer wurde ihr angeboten: ein drei Bettzimmer (ungewollt aber natürlich willkommen)! Den ursprünglichen Plan, in der Nacht alle zwei Stunden das Bett zu wechseln, um das Zimmer auch richtig auszunutzen, hat Deborah dann doch nicht ausgeführt...

Und heute, am letzten Tag zeigte sich London doch tatsächlich noch einmal von seiner schönen Seite: blauer Himmel! Da war sogar Deborah glücklich (und geblendet).

Und so flog Deborah heute Mittag von Heathrow vorläufig zum letzten Mal von London nach Zürich und freut sich auf das neue Kapitel, das nun beginnt!

... to be continued ... ?

Abschied – letzter Tag


Ich bekam in meiner Londoner Zeit ein paar Mal Besuch und war in dieser Zeit auch sehr gerne Tourist. Schließlich gibt es viele Attraktionen, die gesehen werden müssen! Buckingham Palace, London Eye, das Parlament mit Big Ben, Tate Modern, St. Paul's um nur einige zu nennen. Da kann man getrost mit Kamera Kilometer um Kilometer "herumtschalpen" und von allem und jedem Fotos machen :-) Sogar von den Bärenfell-Mützen-Guards oder von Straßenlampen, die besonders schön sind.

PS: Heute ist also mein definitiv letzter Tag hier in London! Um 11:25 Uhr fliege ich von London Heathrow ab und lande später in Zürich Kloten. Ein seltsames Gefühl, nach so langer Zeit! Ich freue mich aber auf ein neues Kapitel in der Schweiz und werde die Zeit hier nicht so schnell vergessen. Schließlich habe ich viel gelernt und gesehen und es war immer ein Traum von mir, einmal für einen längeren Abschnitt in London zu leben.

PPS: Den Blog-Link noch nicht gleich löschen, ich werde bestimmt noch einen "zu Hause angekommen" Blog-Eintrag publizieren :-)

Sunday, 13 May 2012

Update

Noch ein kleines Update aus dem Umzugs-Chaos. Nach gut 10 Stunden arbeiten ist nun soweit alles zügelbereit. Nur das Bett muss ich noch auseinandernehmen. Jedes einzelne Teil hat jetzt eine Inventarnummer und ist mit meinem Namen, meiner Adresse und Client ID bezeichnet. Auf dass nichts verloren gehe!

28 Boxen und einzelne Möbelstücke. Das Gestell rechts gehört zur Wohnung.

Es ist erstaunlich mit wie wenig ich leben kann: Kleider (im Koffer), Computer (Internet, Musik, Filme) und Kindle (breite Bücherauswahl). Aber natürlich nur für kurze Zeit :-)


PS: Man vergebe mir den Gelbstich auf den Fotos – die Sonne ist schon vor einer Weile untergegangen, schließlich ist es 22.45 Uhr...

Saturday, 12 May 2012

Ein Blick in die Zukunft

Es riecht nach Veränderung!

Endlich ist es an der Zeit, meine großartigen Zukunftspläne zu veröffentlichen.
*trommelwirbel*
Ich werde wieder Studentin – tadaaaa!

Natürlich ist das Ganze nicht so simpel wie es klingt. Nach meiner Ankunft in der Schweiz werde ich mir zuerst eine Stelle an einer Sprachschule in Zürich suchen, um weiterhin zu Unterrichten. Das macht mir schließlich nach wie vor sehr viel Spass und ich möchte meine angeeigneten Fähigkeiten weiterhin einsetzen, verfeinern und erweitern. Vorläufiges Ziel: eine 40% Stelle. Der Vorteil am Unterrichten in der Schweiz: man ist an einer Schule fest angestellt und muss vor allem nicht von Schüler zu Schüler pendeln. Vielleicht sogar regelmäßige Arbeitszeiten (von 9-12 oder so)? Das wäre der Traum!

Ich habe gemerkt, dass ich neben dem Unterrichten gerne noch ein zweites Standbein im Berufsleben haben möchte. Da musste ich nicht lange überlegen, was das sein könnte: Bibliothekarin! Schließlich liebe ich Bücher und Lesen, meine Großmutter war Bibliothekarin und ich habe selbst während dem Studium für sieben Jahre in der Kunsthausbibliothek Zürich gearbeitet. Beste Bedingungen also! Natürlich braucht es dazu auch eine Ausbildung und diese kann man an der HTW Chur (Hochschule für Technik und Wirtschaft) machen. Frisch fröhlich habe ich der Administration geschrieben und mich nach dem Bachelor Studiengang in Information Science (so wird das nämlich heutzutage genannt) erkundigt. Kurz daraufhin hat man mich informiert, dass ich für das Bachelor Studium im Prinzip überqualifiziert bin, da ich ja bereits einen Mastertitel habe (Master of Arts in History of Art, um genau zu sein).
Also verblieben mir noch zwei Möglichkeiten: ein MAS Studium (Master in Advanced Studies), das eigentlich für Quereinsteiger wie mich gemacht ist, leider aber sehr teuer ist (20'000 Franken für vier Semester liegen momentan beim besten Willen nicht drin). Und als andere Variante das "normale" Master Studium. Nun habe ich eine vorläufige Studienbewilligung erhalten, mit der Bedingung, dass ich die Abschlussprüfungen des dreijährigen Bacherlor Studiums mache und bestehe (3 mündliche und 3 schriftliche Prüfungen). Diese finden im Oktober statt, und ich hätte im Februar 2013 noch eine zweite Chance. Sollte das nicht klappen, kann ich ja immer noch ins Bachelor Studium wechseln.
Das Masterstudium ist ein Teilzeitstudium und findet während zwei Tagen pro Woche (freitags und samstags) in Chur statt. Ich freue mich schon sehr darauf! Jedenfalls werde ich diesen Sommer mit lernen und unterrichten beschäftigt sein...

Und wer weiß, vielleicht werde ich eines Tages nach England zurückkehren und dann als Bibliothekarin arbeiten. Das könnte ich mir durchaus vorstellen! Aber first things first :-)

Prüfungsthemen für die Interessierten:
Grundlagen zur Informationstechnik (mündlich)
Grundlagen zur Informationswissenschaft (3x schriftlich): Archivwissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Informationswissenschaft
Information Retrieval (mündlich)
Betriebswirtschaftliche Grundlagen (mündlich)

Thursday, 3 May 2012

Abschied – noch 14 Tage

Heute in zwei Wochen werde ich bereits wieder meine erste Nacht im heimischen Bett in Uster verbracht haben. Mein Auslandsaufenthalt neigt sich nach neunzehn Monaten nun definitiv dem Ende zu. Der Moment für einen Blick zurück ist gekommen, um die vergangene Zeit nochmals Revue passieren zu lassen. Darum gibt es als Abschluss-Countdown nun jeden Tag ein Foto von meiner Zeit in Good Old England.



Am Nachmittag des 10. Oktober 2010 bin ich mit relativ bescheidenem Gepäckumfang (zumindest im Vergleich zu meiner Rückreise!) zum Flughafen Kloten gefahren, um per Flugzeug nach London Heathrow zu fliegen und dann direkt weiter per Bus nach Brighton. Mein ursprünglicher Plan: zwei Wochen Sprachkurs in Brighton, danach fünf oder sechs Monate in einem Hotel arbeiten, natürlich nicht wegen der Arbeit an sich, sondern um mein Englisch zu verbessern.

Sunday, 18 March 2012

Swisstorante


Auf dem Weg zum Bahnhof in Brighton bin ich an dieser Imbissbude vorbeigekommen. Mit Rivella und Käsefondue! Aber leider macht das Swisstorante nicht gerade beste Werbung für die Schweiz. Die Inneneinrichtung ist minimal, kahl und lädt nicht unbedingt zum geselligen Verweilen ein. Schade!

Thursday, 15 March 2012

Anekdoten aus dem Fitnessstudio


Seit letztem Oktober bin ich ja (wieder) Mitglied in einem Gym. Und zwar trainiere ich dort nicht nur autonom (dann trainiere ich nämlich nur Ausdauer weil ich zu feige fürs Krafttraining bin), sondern gönne mir auch eine Personal Trainerin.

So geht es mir glücklicherweise nicht!

Ich hätte nie gedacht, dass mir das so viel Spaß machen könnte: jemand nimmt mich (im übertragenden Sinne) bei der Hand und sagt mir genau, was und wie oft ich welche Übung tun soll und korrigiert mich, wenn ich etwas falsch mache. Was will Deborah mehr! Es ist auch spannend, die Fortschritte über einen längeren Zeitraum zu beobachten. So musste ich zum Beispiel einen zweiminütigen "Spurt" an der Rudermaschine machen. Zu Beginn die reinste Qual. Vor ein paar Wochen hat meine Trainerin dann mitgemacht, weil ihr so kalt war (leider bläst die Klimaanlage wie verrückt, unverständlich!). Und - tataaa - Deborah hat das Wettrennen gewonnen, und zwar locker! Das hat meiner Trainerin dann gar nicht gepasst und aus "Rache" musste ich mit zehn zusätzlichen Kilogramm gleich fünf Mal die Treppen hoch und runter rennen. Aber es ist ja alles zu meinem Guten :-)

Übrigens habe ich auch ein (verstecktes) Kompliment erhalten. Ein anderes "Personal Training Opfer" hat folgendes gesagt (O-Ton): "I have to say that every week I see this lady exercising with determination and dedication and working really hard." – Hurra! Und dann zu meiner Trainerin: "You're obviously not working her hard enough!" :-)


Meine Trainerin ist, was europäische Geografie betrifft, nicht die Hellste. Jedenfalls führte ich, bevor ich Ende Februar in für ein Wochenende in die Schweiz flog, folgende Konversation mit ihr (ehrlich!):
T: So, what will you do in Switzerland?
D: Oh well, see my family, enjoy my home, meet up with friends and of course eat some of the food I can't get here.
T: Like chocolate?
D: Yes, among others.
T: Belgian chocolate?
D: No, Belgian chocolate is made in Belgium. I'll have Swiss chocolate.
T: Ah yes. Belgium: is that in Germany?
D: No, Belgium is Belgium. Brussels is its capital.
T: Oh yeah. I'm really bad in geography... So - where does Swiss chocolate come from?
D: Switzerland, of course!

Ich musste ihr übrigens auch erklären, dass Zürich nicht in Deutschland ist... Ansonsten ist sie eine sehr Nette. Zwar ist das ganze Personal Training Business finanziell keine Kleinigkeit, aber ich finde, wir haben eine Verantwortung unserem Körper gegenüber, uns fit und gesund zu halten (siehe unten stehender Cartoon).


Im Internet findet man übrigens jede Menge Material zum Fitness- und Sporttraining:

So. Und jetzt schließe ich.

Wednesday, 7 March 2012

Wind of Change



Momentan weht in London ein eisig kalter früh-Frühlingswind. Und der bringt Veränderung! Der Zeitpunkt ist endlich gekommen, um "die Bombe platzen zu lassen" – wenn ich so sagen darf: *trommelwirbel*

Deborah kehrt in genau 10 Wochen in die Schweiz zurück!

Die Entscheidung habe ich bereits Mitte Januar getroffen, als ich gemerkt habe, dass es mich mehr und mehr in die Heimat zurückzieht. Natürlich ist es wie immer ein zweischneidiges Schwert: einerseits gefällt mir London und meine Lehrtätigkeit nach wie vor sehr gut und meine Schüler sind sehr nett und mir auch ein Stück weit ans Herz gewachsen. Doch die negativen Aspekte haben mehr und mehr überwogen: geringer Verdienst mit gleichzeitig hohen Lebenskosten (v.a. Miete), lange und unbezahlte Reisezeiten (durchschnittlich 2-3 Stunden pro Tag in der Tube), altes Haus mit winzigem und kaltem Zimmer (da nur single glazed window mit absolut null Isolierung), ...

Nun werde ich noch bis am 30. April arbeiten und habe das Zügelunternehmen auf den 15. Mai bestellt. Ich selber werde dann am 16. Mai zurückfliegen. Ich freu mich schon sehr, aber werde die verbleibende Zeit in der britischen Metropole natürlich in vollen Zügen genießen.

Alle in-London-lebenden-Ausländer, die ich kenne und die bereits von meiner Entscheidung wissen, können mich sehr gut verstehen und einige haben sogar gesagt, sie seien erstaunt, dass ich es hier überhaupt so lange durchgehalten habe (so als nicht-Banker oder -Anwalt) :-)

Ich habe aber das Gefühl, diese eineinhalb Jahre haben mich beruflich sehr viel weitergebracht und auch persönlich konnte ich mich weiterentwickeln. Wer hätte gedacht, als ich im Oktober 2010 abgeflogen bin, dass ich mich jetzt als Deutschlehrerin etabliert habe? Sich in einer so großen Stadt selbständig durchzusetzen hilft dem Selbstvertrauen übrigens auch ungemein viel. Und überhaupt: einmal eine längere Zeit in London zu leben war schon seit meinem ersten Familien-Urlaub vor 10 (oder mehr?) Jahren ein Traum von mir und den habe ich mir jetzt tatsächlich erfüllt!

Selbstverständlich habe ich auch bereits einige Ideen und Vorstellungen, wie es in der Schweiz weitergehen soll: die werden in den nächsten Wochen hier folgen – stay tuned!

Monday, 27 February 2012

Mitsprechen und Abstimmen


Als Auslandschweizerin ist man nicht gezwungenermaßen vom politischen Geschehen in der Heimat abgeschnitten. Ich zum Beispiel lasse mir die Abstimmungsunterlagen elegant per Post zuschicken und kann so meinen Senf zu allem dazugeben :-)

Monday, 16 January 2012

Back in Good Old England




Nach gut zweieinhalb Wochen Ferien in der schönen Schweiz, bin ich seit einer Woche wieder zurück in London. Und bereits wieder im Arbeitsalltag drin. Ist ja auch gut so.

Ein paar Schweiz-Ferien-Highlights werden hier nochmals hervorgeholt:
  • Weihnachten mit Fondue Chinoise und Weihnachtsguetzli (Brunsli sind seit Neuem meine Favoriten!)
  • Migros, Coop und C&A :-)
  • Snöben in Wildhaus bei strahlend blauem Himmel
  • Kinobesuche mit Freunden
  • Pizza auf dem Raclette Öfeli
  • Cello spielen mit dem SONUS BlockflötenEnsemble an einem Konzert im Gfenn
  • Zimmer räumen und meinem Uni-Material auf Wiedersehen sagen
  • und vieles mehr...
Das Foto wurde bei der Vorkonzert-Probe aufgenommen, danach gab's natürlich noch Leute auf den Stühlen!


Mein nächstes verlängertes Wochenende in der Schweiz wird übrigens vom 25. - 28. Februar sein. Schon bald!

Wednesday, 21 December 2011

Adventskalender: Fenster einundzwanzig

Schon den Weihnachtsbaumeinkauf geplant?

Gebrauchsanweisung für die Schweiz – Thomas Küng über den Schweizer Lebensstil
In der Deutschlerner Zeitschrift "Deutsch Perfekt" bin ich auf einen Buchtipp gestoßen: Ein Buch über die Eigenheiten der SchweizerInnen und "does and dont's" wenn man sich (als Ausländer) in der Schweiz aufhält. Hier zwei Exzerpte aus dem Artikel (der wiederum das Buch zitiert, nehme ich an – habe es noch nicht gelesen):

Über die Pünktlichkeit der Schweizer wird zu Unrecht gelästert. Sie gehen damit viel lockerer um, als Sie glauben. Wenn man Sie um 19.30 Uhr bestellt hat, können Sie durchaus eine Minute zu früh bis zwei zu spät kommen. Das wird immer noch als passabel pünktlich empfunden. [Hoffentlich können die Schweizer auch über sich selbst lachen! – Anmerkung von mir]

Ein kleines Mitbringsel ist keine Pflicht, aber üblich. Am einfachsten schaffen Sie sich die Probleme vom Hals, wenn Sie beim Abmachungsgespräch folgenden Dialog provozieren können:
"Soll ich etwas mitbringen?"
"Nein, lass nur."
"Ich habe bei mir in der Nähe eine gute Konfiserie gesichtet. Ich bringe Dessert mit."
"Na, das wäre doch nicht nötig gewesen. Aber vielen Dank."
Wir wissen, Sie hätten den Dialog nicht so geführt. Konfiserie wäre Ihnen kaum im richtigen Moment auf die Lippen gekommen, für Dessert wollen wir das nicht auschliessen. [Als Deutsche benutzt man nicht 'Dessert', sonder 'Nachtisch' – auch 'Konfiserie' kennt man in Deutschland nicht]

 
Hier der komplette Artikel aus Deutsch Perfekt (August 2011)
Drauf klicken für vergrößerte Ansicht

Wednesday, 7 December 2011

Adventskalender: Fenster sieben



Ein Stückli Schweiz im Herzen Londons

Aus Anlass des 700. Geburtstags der Schweiz und als Zeichen der Freundschaft zwischen Großbritannien und der Schweiz wurde mitten in London ein Kantonaler Baum errichtet. Er muss weder gegossen werden, noch müssen die Äste jährlich zurückgeschnitten werden. Der Baum besteht nämlich – wie der Name schon sagt – aus allen sechsundzwanzig Kantonswappen! Wenn das das Schweizer Herz nicht höher schlagen lässt... Das Freundschaftszeichen steht übrigens auf dem Swiss Court (Schweizer Platz), praktisch neben dem Leicester Square.

Ach ja – und natürlich noch die Frage, die die wahren Patrioten von den falschen unterscheidet: Wann war denn nun genau der 700. Geburtstag der Schweiz?

Foto von Wikipedia "ausgeliehen"




Lösung: 1991 wurde die Schweiz 700 Jahre alt.

Monday, 21 November 2011

British Intelligence(?)

Ich geb's zu: gestern hab ich "Johnny English Reborn" im Kino gesehen. Normalerweise bin ich ja nicht so der Slapstick Comedy Fan (die Witze sind mir meistens etwas zu 'witzig') - aber unerwarteterweise bin ich mit einem virtuellen Ausflug in die Heimat belohnt worden... Und da mir der erste Film sehr gut gefallen hat, hab ich Film zwei eine Chance gegeben.

  
Filmplakate für Film 2 (links) und Film 1 (rechts)

Die Story ist schnell erzählt: eine geheime Dreimann Organisation (CIA, KGB, MI7) will den chinesischen Premierminister umbringen und Johnny English muss wieder in den aktiven Dienst zurückgeholt werden (aus einem shaolingischen Kloster irgendwo im Tibet). Mit Hilfe einer Droge soll die britische MI7-Chefin nämlich dazu gebracht werden, den Premier bei einem geheimen Treffen umzubringen. Es kommt natürlich ganz anders als geplant. Johnny English schluckt die Droge (unabsichtlich) selbst und kann sich aber dank seiner neuen shaolingischen mentalen Stärke vom Schlimmsten selbst zurückhalten.

Unter Drogeneinfluss mit der Mordwaffe in der Hand: ja, ein Lippenstift, der in eine Mini-Pistole umgewandelt werden kann!

In einem Treffen mit dem britischen Premierminister (rechts von Johnny English). J.E. kann es natürlich nicht lassen, am "Stuhllift" herumzuhantieren, weil er zu Beginn nicht auf gleicher Höhe mit den anderen Sitzungsteilnehmern war

Was mich besonders erfreut hat: der Film findet größtenteils in London statt (kenne die Stadt ja mittlerweile sehr gut) und das Geheimtreffen mit dem chinesischen Premierminister in der Schweiz, auf einer alpinen Hochburg mitten im Schnee. Da gab's also Schweizer Wachen, die miteinander Schweizerdeutsch gesprochen haben :-) Ach - wie schön!

Johnny English mit dem Bösewicht Agent N°1 (Dominic West, viel der bessere (und attraktivere!) Bösling als in Film eins, da war's John Malkovich, der Großbritannien in ein Hochsicherheitsgefängnis umwandeln wollte!)

Im Hightech Rollstuhl mit Höchsttempo unterwegs, weil Johnny eine Schusswunde am Bein erleiden musste - der Arme


Unter dem Strich gefiel mir die Story im zweiten Film besser als in seinem Vorgänger, die Witze waren in Film eins aber doch ein bisschen besser.


Tuesday, 11 October 2011

In geheimer Mission unterwegs

Dieses Wochenende habe ich einen Inkognito Trip in die Schweiz gemacht. Samstag früh um 6 Uhr morgens ist mein Flieger abgeflogen und heute um ein Uhr mittags bin ich wieder gelandet. Meine Mission: ein Silent Cello nach London holen! Gesagt getan, das Cello ist unversehrt angekommen, der Koffer mit einigen Kratzern, aber das ist ja nicht weiter schlimm. Ein Transport mit DHL wäre viermal teurer gewesen, als ein Flugticket hin und zurück. Für Fotos hat's noch nicht gereicht, aber unten ist ein gegoogeltes Bild, damit man sich ein elektrisches Cello vorstellen kann. Gespielt wird ganz normal, den Ton hört man jedoch über Kopfhörer oder kleine Boxen (geht auch via Laptop). Energie erhält es aus der Steckdose oder von Batterien. Es hat auch Vorteile zum herkömmlichen Instrument: da es keinen Hohlkörper besitzt – nur einen massiven "Holzblock" – verstimmt es bedeutend weniger.
Ach ist das toll: wieder Cello spielen können! Wobei "können" in Anführungszeichen gesetzt werden muss, nach über einem Jahr Spielpause muss ich zuerst wieder an der Basis feilen. Es ist aber weniger schlimm als erwartet, heute hab ich bereits Vivaldi gespielt (bei großzügigem Überhören der Unreinheiten gar nicht so schlecht!) :-) Cello-Spielen ist vor allem zum Unterrichten ein wertvoller Gegenpol für mich.

Meine beiden Mitbewohnerinnen haben das Instrument übrigens auch schon bestaunt. So was haben sie noch nie gesehen! Sie waren ganz begeistert vom Klang, den man über relativ kleine Kopfhörer hören kann. Mit geschlossenen Augen tönt das dann wie in einer Kirche. Oder im Royal Opera House ;-)


Saturday, 6 August 2011

Wochenrückblick

Überglücklich bei der Ankunft am Flughafen Kloten: nach neun Monaten endlich wieder Schweizer Boden unter den Füßen!

Lang lang scheint's schon wieder her, aber meine Schweizer Woche war sehr schön gewesen, wenn auch extrem vollgepackt und genau genommen nicht wirklich "Urlaub". Dafür hab ich jede Menge erledigen können:
- beim Einwohneramt abmelden
- Krankenkasse kündigen
- Unfall- & Hausratsversicherung auflösen
- Natel-Abo in Prepaid umwandeln (nun kann ich mein iPhone auch hier in GB benutzen, ohne dafür gleich ein kleines Vermögen zahlen zu müssen)
- zwei Steuererklärungen schreiben (2010 & 2011) - ächz stöhn
- alte Kisten aus meiner Schulzeit durchschauen und ausmisten

Es gab aber auch Erfreuliches und Schönes:
- Zeit mit der Familie verbringen
- Freunde und Kollegen treffen
- Schweizer Brot essen (und all die vielen anderen Sachen, die ich hier vermisst habe)
- alle meine Sachen wieder mal sehen und herzen
- ein elektronisches Cello von meinen Eltern geschenkt bekommen!!!!!!!! (ist noch nicht hier, das wird dann direkt an die neue Adresse geschickt)
- in meinem Bett schlafen
- Schweizer und Deutsches Fernsehen gucken
- Uster und Zürich erkunden (inklusive Limmatschiff!)
- ganz viel Schweizerdeutsch sprechen
- ersten August feiern
- all meinen Kleidern und Schuhen Hallo sagen (und einen Teil mitnehmen)

So überwiegt im Nachhinein das Positive doch noch den eher mühsamen Teil... Nun muss ich nur noch die etwas schwierige Anpassungszeit hier in den UK überstehen und dann ist alles wieder in Ordnung :-) Aber schon bald kommt mein Umzug in die neue WG und für dieses grässliche Monsterprojekt (so scheint es mir jedenfalls) gibt es ja genügend zu tun!

Wednesday, 27 July 2011

Der Countdown läuft: Tag null - Abflug!



Es ist soweit: bei Veröffentlichung dieses Posts bin ich im Flugzeug zum Abflug bereit (08:25 Uhr Ortszeit).

Somit geht auch dieser Blog für eine Woche in Sommerpause. Verdienterweise! Denn hier wurde viel geleistet: bereits 800 Besuche. Toll! Vielen Dank für euer Interesse :-)

Eine Woche lang die Seele baumeln lassen (und alles machen, was ich seit 9 Monaten nicht mehr tun konnte!!)